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Aufpassen beim Drohnenkauf - worauf Anfänger achten sollten

Drohnen sind längst kein Nischenspielzeug mehr, sondern inzwischen zum Trend avanciert. Ob als kleine Flitzer, mit richtig Schmackes und als Renndrohne oder doch eher zum gemütlichen Filmen im Freien: Die ferngesteuerten Copter werden seit Jahren immer beliebter. Inzwischen finden sie sich deshalb im Einzelhandel, beim Technikdiscounter oder sogar im Supermarkt um die Ecke. Entsprechend hoch ist die Nachfrage. Und auch die Preise fallen dadurch stetig. Aber Kenner wissen: Wer wirklich einen hochwertigen Copter haben möchte, sollte den Kauf besser gut überdenken.

Da gibt es zum Glück eine große Auswahl an Online-Material, das über die Leistung und Beschaffenheit der Drohnen berede Auskunft gibt. Durch die enge Anlehnung an den etablierten Modellbau ist es deshalb nicht schwer, Gleichgesinnte zu finden, die Erfahrungsberichte über fertig zu kaufende Copter im Internet preisgeben.

Flinke Renndrohnen sind eher nichts für Anfänger

Die Königsdisziplin sind eindeutig die Renndrohnen; sie sind schneller, agiler, leichter - und quasi ausschließlich im Eigenbau zu erwerben. „Ein fertiges Paket gibt es quasi nie“, erklären so Joël und Clement Muller vom Spezialisten „Drone FPV Racer“ aus Nancy. Bei ihnen landen früher oder später alle Neugierigen; entweder, weil sie sich im Internet ein erstes Interesse angearbeitet haben, oder woanders einen Drohnenflug beobachten konnten. Im Laden können Kunden sich ihre Copter frei nach Wunsch aus den unzähligen Einzelteilen konfigurieren. Manche lassen sich die Flitzer dort auch zusammenbauen, das sei aber eher seltener der Fall, wissen die Experten. „Die meisten bauen eben lieber selbst“, meinen sie.

Damit es soweit kommt, sollten angehende Piloten trotzdem lieber erst mal klein anfangen, wie Kenner unterstreichen. „Es ist eben besser, erst mal mit den kleinen, langsameren Modellen erste Flüge zu wagen“, meint Clement Muller. „Oder aber direkt im Simulator erste Flugstunden absolvieren, denn die Copter richtig zu fliegen ist nicht so leicht, und schnell ist etwas futsch - und das kann teuer enden.“ Deshalb raten sie neben den verfügbaren Simulatoren verschiedener Hersteller - einige davon kostenlos - eher direkt zum Ausprobieren mit den sogenannten „TinyWhoops“. Dabei handelt es sich um winzige kleine Copter, die zwar schon reichlich flink sind, aber keine Spitzengeschwindigkeiten erreichen. „Damit lässt sich gut zuhause im Innern oder draußen im eigenen Garten üben, ohne den Nachbarn zu verschrecken oder größere Spielwiesen zu benötigen“, meint Muller.

Natürlich hört es dabei nicht auf. Das „FPV“ im Namen des Shops steht für „First Person View“, denn um den richtigen Nervenkitzel genießen zu können, lassen sich die Drohnenpiloten das Bild einer auf dem Copter montierten Kamera direkt in eine Brille übertragen; auch hier lohne es sich, direkt anständiges Material zu kaufen. „Das ist dann auch später mit anderen Modellen kompatibel“, erklärt Muller. „Und die Bildqualität ist besser.“ Insgesamt mehrt sich die Anschaffung also deutlich, denn neben der Drohne selbst stehen so noch Brille und Fernsteuerung an.

Von „Ready to Fly“ ist eher abzuraten

Von den Anfängermodellen, die als fertig fliegendes Package im Supermarkt erworben werden können, raten die Experten hingegen vollkommen ab. „Das ist absoluter Quatsch“, wissen Joël und Clement Muller. „Zum einen lassen sie sich nachher nicht verändern, außerdem sind es eher Drohnen zum Filmen - und selbst darin sind sie eher nur passabel.“ Besser sei es daher, etwas Vernünftiges zu kaufen, das auch mal einen Absturz abhaben kann und selbst repariert werden kann; wer billig kaufe, kaufe nämlich zuletzt immer zwei Mal. Wer aber erst mit den kleinen Flitzern übt, habe den Dreh schnell raus und könne dann - unter Umständen auch als Mitglied eines Drohnenclubs - auch größere Abenteuer in Angriff nehmen. Im Schlepptau natürlich: Der eigene, individuelle Copter, für den Shops wie „Drone FPV Racer“ jede Menge Einzelteile und selbstverständlich das Zubehör liefern.

An wen richten sich die Drohnen denn typischerweise? Das sei unterschiedlich, wissen die Verkäufer; einerseits Menschen mit Modellbauerfahrung, dann aber auch solche, die mit Videospielen groß geworden sind. „Und natürlich vollständige Neulinge - entsprechend empfehlen wir zuerst, kleine Schritte zu machen“, meint Clement. Vollwertige Copter könnten für die nämlich zu gefährlich sein. Hinzu kommt die Arbeit beim Zusammenbau und der Konfiguration. „Da helfen wir auch reichlich, trotzdem bleibt es meist doch Chefsache, sich den eigenen Copter selbst zusammen zu basteln“, meint Joël Muller. Dank einer Vielzahl an Online verfügbaren Resourcen gestalte sich das aber inzwischen denkbar einfach, und man lerne zudem neue Kompetenzen dazu. „So lässt sich Drohnenfliegen durchaus lehrreich sehen“, meint Muller. „Das ist optimal für jugendliche Technik-Fans!“

Mehr Infos unter www.drone-fpv-racer.com