Man sollte öfters mal „my wort“, die „Zeitung in der Zeitung“, aufschlagen, wird hier doch über Sachen berichtet, die es derart in sich haben, dass es eine Freude ist, oder wo sonst könnte man erfahren, dass es eine Aktion gibt, die sich „Lëtzebuerg pisst zesummen - Lëtzebuerg wiisst zesummen“ nennt. Dem hinter diesem Projekt stehenden Young Caritas-Mitarbeiter Paul Galles zufolge sei das „Urinieren“ nämlich eine „Notwendigkeit für das ideale Funktionieren des menschlichen Körpers und verbinde so die Menschen in ihrer gemeinsamen Tätigkeit“. Des Weiteren, so Galles, wolle man „den hier lebenden Ausländern die luxemburgische Kultur näher bringen, und vor allem die Zusammengehörigkeit und Freundschaft vermitteln“. Wären wir Ausländer, wir würden bei so einer Kultur schleunigst flüchten.
Noch gruseliger zu geht es scheinbar nur noch im Wohnungsbauministerium, wo die nicht gerade schwächliche Ressortministerin Nagel mit Hochschulstaatssekretär Hansen jetzt doch tatsächlich Verstärkung zur Unterstützung bekommen hat, was der wieder einmal an die niedersten Instinkte ihrer Leserschaft appellierenden Erzbistumszeitung gestern die „Der Mann an ihrer Seite“-Schlagzeile wert war. Sodom und Gomorra ...


