PASCAL STEINWACHS

Dem Titel nach zu urteilen, den die Erzbistumszeitung gestern der Kapverdenvisite des Großherzogs gab - „Sonne, Wind und Wirtschaftswachstum“ - scheinen die Kapverdikaner nicht nur ein lustiges, sondern auch ein arbeitssames Völkchen zu sein, was die umtriebige Wirtschaftsstaatssekretärin Closener, die auch mitfahren durfte, dann auch auf eine gloriose Idee brachte. Nämlich den Einheimischen den Umbau einer Eisfabrik zur Fischlagerungsfabrik schmackhaft zu machen, wobei Flutschfinger, Dolomiti, Grünofant oder Ed von Schleck mit dem Geschmack eines Lusitanischen Schlingerhais ja wohl eher nicht so der Burner sind, aber wie Closener im „Drei Fragen an“-Gespräch durchblicken lässt, versteht sie sowieso nicht allzu viel von Eis: „Die Herstellung des Eises ist aufwendig und verbraucht viel Diesel, so dass die Produktion Cabo Verde teuer zu stehen kommt“.

Ganz andere Probleme hat momentan hingegen Innenminister Kersch, muss dieser doch jetzt tatsächlich ins ferne Japan zur Weltkonferenz für Katastrophenvorsorge. Böse Zungen behaupten nun, dass Kersch nur deswegen nach Sendai reist, um dort die unzähligen verbleibenden Jodtabletten an den Mann zu bringen, die hierzulande partout keiner will. Die Apotheken und Gemeinden werden sich freuen...