LONDON/LUXEMBURG
MM

Der US-amerikanische Industrie-Sachversicherer FM Global plant, nach dem Brexit seinen europäischen Hub von Windsor bei London nach Luxemburg zu verlagern. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

Das Unternehmen, das im letzten Jahren Prämieneinnahmen von 5,5 Milliarden US-Dollar (rund fünf Milliarden Euro) hatte, will zwar den Großteil seiner Operationen in Großbritannien fortzusetzen, wo der Versicherer 200 Mitarbeiter hat, aber mit der luxemburgischen Tochtergesellschaft FM Insurance Europe S.A. Policen in Ländern der EU ausgeben. Als Argumente, die für Luxemburg gesprochen hätten, wird das multinationale Umfeld genannt, die Kompetenz der Aufsichtsbehörden sowie der Arbeitsmarkt, der die nötigen Talente anbiete. Auch dass offizielle Unternehmenssitzungen in englischer Sprache abgehalten werden könnten, sei mit ausschlaggebend gewesen. Zuvor hatte schon der US-Versicherer American International Group (AIG) erklärt, eine Tochtergesellschaft in Luxemburg als Reaktion auf den Brexit zu eröffnen.

Der Versicherer Lloyd’s hingegen, der einst ebenfalls Luxemburg ins Auge gefasst hatte, entschied sich inzwischen für eine Tochtergesellschaft in Brüssel.