LUXEMBURG
INGO ZWANK

25 Künstler stellen bei der dritten Auflage von Art2Cure ab dem 1. Juli ihre Werke aus

Der Verein Art2Cure lädt zusammen mit der „Banque Internationale à Luxembourg“ (BIL) zur dritten Auflage von Art2Cure ein, einer der größten jährlichen Kunst-Fundraising-Veranstaltungen in Luxemburg. In diesem Jahr haben 25 Künstler, die meisten aus Luxemburg, eine Auswahl ihrer besten Kunstwerke zur Unterstützung der biomedizinischen Forschung des „Luxembourg Centre for Systems Biomedicine“ (LCSB) an der Universität Luxemburg zur Verfügung gestellt.

„Alle die, die sich für zeitgenössische Kunst interessieren und die luxemburgische Gehirnforschung unterstützen möchten, sind zur Eröffnung dieser Veranstaltung eingeladen. Unter den diesjährigen Künstlern finden die Besucher vertraute Gesichter wie Sumo, Etienne Viard und Sergio Sardelli, die schon in den vergangenen Jahren an diesem Event teilgenommen haben“, erzählt Art2Cure-Vizepräsident Philippe Lamesch im „Journal“-Gespräch.

Viele der luxemburgischen Künstler wie die bekannten Maler Tina Gillen und Robert Brandy sowie junge Talente wie der Graffiti-Künstler Daniel Lloyd sind dieses Jahr zum ersten Mal bei Art2Cure dabei. „Denn dies ist ja immer noch eins der beiden Hauptziele von Art2Cure. Neben der Unterstützung der Forschung wollen wir auch Künstlern eine Plattform bereiten.“ Dies ist auch das erste Jahr, wo Videokunst auf der Ausstellung gezeigt wird. „Wir sind sehr stolz, den preisgekrönten Video-Animationskünstler Ban Marlowe aus Oakland, Kalifornien, unter den diesjährigen Art2Cure-Künstlern zählen zu dürfen“, sagt Lamesch. Marlowes animierter Kurzfilm „The Red“, ein atemberaubendes, atmosphärisches Videokunstwerk, wird während der gesamten Dauer der Ausstellung ausgestellt.

Bei der letztjährigen Veranstaltung wurden Werke für eine Gesamtsumme von 112.000 Euro verkauft, wovon die Hälfte an die Biomedizinische Forschung am LCSB ging. „Bei der ersten Ausstellung von Art2Cure in der KUFA kamen insgesamt 700 Besucher und es wurden durch den Kunstverkauf 30.000 Euro für die Forschung gesammelt.

„Wir freuen uns sehr, mit luxemburgischen Künstlern und Forschern zusammenzuarbeiten, und wir schätzen ihre Arbeit sehr. Deshalb ist es für uns sehr wichtig, dass der Erlös gleichmäßig zwischen diesen beiden Gruppen aufgeteilt wird“, erklärt Art2Cure-Präsident Gilles Weidig. Etwas ist aber neu in diesem Jahr: Die gesammelten Mittel werden an zwei Projekte des LCSB gespendet. Einerseits wird die Parkinson-Forschung unterstützt, andererseits geht ein Teil des Geldes an ein neues Projekt zur Entwicklung neuer Therapien von „Zellweger-Syndrom“, einer seltenen und fatalen Kinderkrankheit. „Das ist eine genetisch bedingte, tödlich verlaufende Stoffwechselkrankheit, die durch das Fehlen von Peroxisomen charakterisiert ist“, sagt Lamesch.