LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

„Researchers‘ Days“: In einer Woche geben luxemburgische Forscher wieder einen Einblick in ihre Arbeit

Wie lernt das Gehirn? Wie anstrengend ist das Leben eines sozialen Roboters? Wie wird die Energieversorgung in Zukunft aussehen? Antworten auf Fragen wie diese und Forschung zum Anfassen gibt es in einer Woche wieder auf der inzwischen sechsten Ausgabe der „Researchers‘ Days“.

Der breiten Öffentlichkeit zeigen, in welche Forschung öffentliche Gelder investiert werden aber auch den Forschern selbst ermöglichen, ihre Leidenschaft mit anderen zu teilen und so möglicherweise auch Kinder und Jugendliche auf den Geschmack zu bringen: Das ist Sinn und Zweck der „Researchers‘ Days“. „Wir werden die Rockhal in ein großes Forschungslabor verwandeln“, sagte gestern Marc Schiltz, Generalsekretär des „Fonds National de la Recherche“ (FNR), der das Event zusammen mit den großen Wissenschaftsinstitutionen des Landes - namentlich die Universität Luxemburg, das „Luxembourg Institute of Health“ (LIH), das „Luxembourg Institute of Science and Technology“ (LIST) und das „Luxembourg Institute of Socio-Economic Research“ (LISER) - organisiert. In diesem Jahr wächst das Ereignis weiter: 2.000 Schüler aus 180 Klassen haben sich angemeldet, mehr als 30 Ateliers und 21 Akteure - von der Industrie über kleinere Forschungsinstitutionen bis hin zu gemeinnützigen Vereinen - werden die Rockhal anders als noch 2016 diesmal ganz ausfüllen.

Der Vizerektor für Forschung an der Universität Luxemburg, Jens Kreisel, selbst „begeisterter Forscher“, erklärte, dass 75 Mitarbeiter der Universität, von Professoren über Doktoranden bis hin zu Studierenden und Technikern an den Workshops beteiligt sind und die Universität Luxemburg so in ihrer ganzen Breite vertreten sei. So wird es etwa einen Workshop über Kryptologie und Verschlüsselungsfragen geben. Auch ein autonomes Fahrzeug in Aktion werden die Besucher begutachten können. Fernand Reinig, Generaldirektor des LIST, gab schon mal einen Vorgeschmack auf ein Atelier über die Komplexität der Reifenherstellung.

Erst die Schulklassen, dann das breite Publikum

Der nächste Freitag (30. November) ist zunächst exklusiv für die Sekundarschulklassen reserviert. Am Samstag in einer Woche, also am 1. Dezember, öffnen die „Researchers‘ Days“ dann aber dem breiten Publikum zwischen 10.30 und 18.30 ihre Türen. Die Besucher können vor Ort auch mit einer Drohne fliegen, mit flüssigem Stickstoff und Trockeneis experimentieren, eine Solaranlage oder ein mechanisches Herz zusammenschrauben, mit einem Mikroskop umgehen oder einen Mars Rover programmieren. Oder wie wäre es, als Meeresbiologe Buckel- und Blauwale zu erforschen oder in der Rolle eines Städteplaners Gehwege und Straßenbahnschienen zu verlegen? In den „Science Cafés“ geht es derweil darum, wie die Welt von morgen aussehen könnte, das Leben von Mikroorganismen und den Pfad eines Wassertropfens oder wie man sich ein Bild von einer Person machen kann, der man noch nie begegnet ist.

researchersdays.lu