PASCAL STEINWACHS

Premierchef Juncker darf sich freuen, denn pünktlich zu seiner Pensionierung als Eurogruppenchef darf er am 1. Februar in die Sachsenhauptstadt düsen, um dort den St. Georgs-Orden des Dresdner Semperopernballs abzuholen, den er wegen irgend was im Zusammenhang mit Europa verliehen bekommt.

Die „Bild“-Zeitung ist wegen des Sachsen-Ordens schon ganz aus dem Häuschen und erklärte den Premierchef gestern prompt zum Gewinner des Tages, besitze Juncker nach 30 Jahren in der Politik doch „66 der weltweit höchsten Auszeichnungen, aber nun die erste aus purem Gold“. Als „Wort des Tages“ kam Juncker gestern übrigens auch im „Handelsblatt“ zu Ehren: „Ich bin beruhigter, als ich es vor einem Jahr war, aber ich bin nicht beruhigt“. Auch beklagt er sich gegenüber der Zeitung, dass er sich als Eurogruppenchef immer mit Kritik habe zurückhalten müssen, aber das werde sich jetzt ändern: „Ich bin wieder ein freier Mann und kann sagen, was ich denke“. Eine Kostprobe von diesem Freidenken gab es auch schon mal: „Präsident Hollande und Kanzlerin Merkel bekommen in Brüssel eine Polizeieskorte und blockieren den Verkehr. Ich kriege die nicht und stehe im Stau“. Das kann ja heiter werden...