PASCAL STEINWACHS

Irgendwie ist das mit dem Urlaub eine ziemlich fiese Sache: Gerade erst war man weg, schon ist man wieder zurück, ehe man dann meist noch mal weg ist, um dann irgendwann im Herbst zur so genannten Rentrée aber erneut wieder da zu sein, jedenfalls bis zum nächsten Wegsein. Wer genug Geld hat, kann allerdings auch für immer wegbleiben, aber das können leider nur die wenigsten.

Viel Geld, allerdings deutlich weniger als früher, hat bekanntlich demnächst ebenfalls die lokale Vertretung der katholischen Kirche, über deren schmerzliche Scheidung vom Staat dieser Tage sogar ein Buch des gewesenen Generalvikars Erny Gillen erschienen ist, was jetzt auch dem „Trierischer Volksfreund“ einen Artikel wert war. Aus diesem geht hervor, dass der Prozess der Trennung zwischen Staat und Kirche nicht erst unter dem Blau-Rot-Grün-Dings begann, sondern schon unter Schwarz-Rot. Schon die Einführung eingetragener Partnerschaften 2004 und eine Euthanasie-Debatte 2008 hätten nämlich gezeigt, „dass die Luxemburger Gesellschaft und Politik sich von der Moral des katholischen Lehramtes weitgehend verabschiedet haben“; zudem habe die alte CSV-geführte Regierung eine Ersetzung des Schulfachs Religion durch Werteunterricht angestrebt, so Gillen. Die CSV wird sich freuen...