LUXEMBURG
LJ

23 Fragen an Gesundheits- und Chancengleichheitsministerin Lydia Mutsch

Für unsere diesjährige Sommerserie ließen wir einer Reihe von Politikern eine Reihe von Fragen per Mail zukommen, von denen einige politisch, andere eher privater Natur sind. Heute antwortet Gesundheits- und Chancengleichheitsministerin Lydia Mutsch (LSAP).

Was war in Ihren Augen das wichtigste politische Dossier in der zurückliegenden Kammersession?

LYDIA MUTSCH Die Reform der Pflegeversicherung, die Einführung der Gratis-Kinderbetreuung, die Verschärfung der Anti-Tabak-Gesetzgebung, die rechtliche Grundlage für Space Mining.

Wie bewerten Sie die bisherige Arbeit dieser Koalition, die nun ihr letztes Jahr in Angriff nimmt?

Mutsch Fleißig, zielstrebig, zukunftsorientiert, gemeinschaftlich.

Welches Projekt muss aus ihrer Sicht noch unbedingt in dieser Legislatur verabschiedet werden?

Mutsch Die Annahme der Gesetzesvorlage zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und -kontrolle; die Verabschiedung des zweiten 10-Jahresplans für „Gesond iessen, méi bewegen“ mit einer konkreten Roadmap zur Bekämpfung der Übergewichtigkeit, vor allem bei Kindern und Jugendlichen; die Vorstellung einer nationalen Strategie zur Bekämpfung der Antibiotika-Resistenz.

Welches sind Ihre persönlichen Prioritäten für die Rentrée?

MUTSCH Die Verabschiedung des Spitalrahmengesetzes vor Jahresende und ein Strategieplan zur Entlastung der Notdienste in unseren Krankenhäusern haben für mich äußerste Priorität. Besonders wichtig ist mir außerdem die Vorstellung des Nationalen Aktionsplans gegen den Missbrauch von Alkohol, mit einem Akzent auf Jugendschutz.

Spielen die Kommunalwahlen für Sie eine Rolle?

Mutsch Obwohl ich zum ersten Mal seit 30 Jahren nicht selber Kandidatin bin, interessiere ich mich natürlich sehr für die kommenden Kommunalwahlen. Ich hoffe, dass die LSAP für ihre bürgernahe Politik in unseren Gemeinden belohnt wird und wünsche mir, dass unsere Kampagne vom Chancengleichheitsministerium Erfolg hat und ein besseres Gleichgewicht zwischen Frauen und Männern auf lokaler Ebene erreicht wird.

Welche Koalition würden Sie sich für nach den Parlamentswahlen von 2018 wünschen?

Mutsch Eine fortschrittliche, stabile Koalition wie die jetzige.

Welches Ministeramt würde Sie am meisten reizen?

Mutsch Es gibt keines, das mich nicht reizen würde.

Was war der Auslöser, warum Sie in die Politik eingestiegen sind?

Mutsch Der Wunsch nach gesellschaftlichen Reformen und dem Erhalt einer gesunden Umwelt für nachfolgende Generationen.

Macht EU-Kommissionspräsident Juncker eine gute Arbeit?

Mutsch Ja aber für meinen Geschmack zu wirtschaftslastig, zu wenig Sozialpolitik und Chancengleichheit.

Was halten Sie vom (nicht mehr ganz so) neuen US-Präsidenten?

Mutsch Nichts.

Sind Sie in den sozialen Medien aktiv, und was halten Sie von Facebook & Co.?

Mutsch Meine Ministerien sind auf Twitter und es gibt auch ein Facebook Profil für das Gesundheitsministerium. Die sozialen Medien bieten eine unumgängliche Plattform, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Das ist für uns besonders bei Sensibilisierungs- und Informationskampagnen wichtig und daher setzen wir dieses interaktive Instrument ganz gezielt ein. Privat bin ich nicht in den sozialen Medien aktiv.

Was würden Sie machen, wenn Sie drei Wünsche frei hätten?

Mutsch Universeller Zugang zu Gesundheitsdiensten und reproduktiver Gesundheitsfürsorge, Einstellung der Plastikproduktion und Beseitigung des Plastikmülls, Abschaffung der Kinderarbeit und freier Bildungszugang als Ausweg aus der Armutsfalle.

Was würden Sie ändern, wenn Sie der reichste Mann/Frau der Welt wären?

Mutsch Meine drei Wünsche finanzieren.

Wohin fahren Sie in den Urlaub, und warum?

Mutsch Nach Peru, um Land und Leute kennenzulernen und den Machu Picchu zu besteigen.

Was haben Sie sich in sportlicher Hinsicht für den Urlaub vorgenommen?

Mutsch Ein mir unbekanntes Land zusammen mit meiner Familie zu erkunden, vor allem zu Fuß.

Welche Bücher planen Sie, im Urlaub zu lesen?

Mutsch Ich werde einen schönen Roman von Françoise Sagan in meinen Koffer packen, habe mir den Psychothriller „Girl on the Train“ von Paula Hawkins gekauft und werde mir noch eine Biographie aussuchen, vielleicht die von Steve Jobs oder Coco Chanel.

Ihr Hauptcharakterzug?

Mutsch Beständigkeit.

Ihr größter Fehler?

Mutsch Ich habe viele.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Mutsch Im Sommer bei 25 Grad auf der Terrasse zuhause den Tag ausklingen lassen, am liebsten bei einem guten Glas Wein im Kreis meiner Familie und von guten Freunden.

Ihr Leibgericht?

Mutsch Gute Tomaten mit Büffelmozzarella und Basilikum.

Was schätzen Sie am meisten an sich?

Mutsch Meine Nerven.

Was hassen Sie am meisten an sich?

Mutsch Mein Zweifeln.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Mutsch Freudig und gelassen.