LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

„PE4w“ steht für „Private Equity 4 women“ und ist das neueste Netzwerk für Frauen in Luxemburg

Rechtsanwaltskanzleien haben ihre Netzwerke, Fondsexpertinnen und Gründerinnen. Jetzt gibt es auch einen Verband für Frauen aus dem Bereich Private Equity, also jene Investorinnen, deren Unternehmen nicht an der Börse notiert sind. Die Neugründung heißt „Private Equity 4 women“, kurz „PE4W“ und entstand, weil Rajaa Mekouar-Schneider, Präsidentin der „Luxembourg Private Equity &Venture Capital Association“ (LPEA) sich mit ihren Vorstandskolleginnen und -kollegen überlegt hatte, dass die Zeit dafür reif sei.

„Unser Ziel ist es, Frauen zu vernetzen. Viele erfolgreiche Frauen haben keinen Kontakt, vor allem nicht zu jüngeren Frauen. Da wollen wir ansetzen und Erfolgsstories zeigen“, erklärt sie die Idee. Das Konzept versteht sich als inklusiv. „Schließlich unterstützen zahlreiche Männer ihre Frauen und daher wollen wir, dass sich ein Mann und eine Frau die Präsidentschaft teilen“, sagt Mekouar-Schneider. Männer können auch Mitglieder werden.

Die LPEA-Präsidentin will inspirierende Rednerinnen einladen. „Ich treffe jede Woche tolle Frauen, aber wir reden nicht genug über solche Leute“, findet sie. Darüber hinaus wünscht sie sich ausländische Organisationen wie WPEN, Level 20 oder France Invest/ Club Elles als Partner.

Mekouar-Schneider gibt zu, dass sie mit 30 Jahren noch nicht für die Gründung eines solchen Verbandes gewesen wäre. „Aber mit der Zeit sieht man, dass es Benachteiligung gibt. Ich bin Feministin aus der Notwendigkeit heraus geworden“, sagt sie. Gleichzeitig ist sie angesichts der zahlreichen Gründungen von Initiativen für Frauen in den vergangenen Jahren aber guten Mutes. „Die Welle wird uns helfen.“