Seit über 25 Jahren ist die Oekofoire mit ihrer breiten Produktpalette und rund 13.000 Besuchern die bedeutendste Umweltmesse in der Großregion. Die Oekofoire ist weithin bekannt für ihr Angebot an Produkten für den Alltag, die alle ökologischen Kriterien entsprechen müssen. Gepaart mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm will die Oekofoire ein Erlebnis für Groß und Klein sein. Über 170 Aussteller präsentieren und verkaufen noch bis zum Sonntag Produkte für den Alltag (aus den Bereichen Bauen und Wohnen, Heizsysteme, erneuerbare Energien, Ernährung, Möbel, Haushaltsartikel, Spielzeug, Kosmetik, Buchhandel und Medien, Textilien, Schuhe, Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft, Kunsthandwerk sowie Mobilität, Reisen und Freizeit), die nach strengen ökologischen Kriterien geprüft sind.
Regional-urbane Siedlungsschwerpunkte
„Kohärenz in der Politik, eine viel stärkere Zusammenarbeit zwischen den Ministerien als in der letzten Legislaturperiode, verschiedene Interessen in dieser Gesellschaft offen thematisieren und im Sinne der Allgemeinheit klären“ - einige der Forderungen in der gestrigen Eröffnungsrede von Blanche Weber, Präsidentin des Mouvement Ecologique, wobei die entsprechenden Punkte mit der Forderung zu dem Zugang zu Informationen untermauert wurde. Weber kombinierte dies mit der Frage „Wéi e Letzebuerg welle mer fir muer?“ und den „plans sectoriels“. „...hier wurde den Leuten nicht die richtige Chance gegeben, mitzusprechen!“
Der MouvEco fordert regional-urbane Siedlungsschwerpunkte, kleine regionale Zentren, „anstatt dass 43 Gemeinden mindestens 20 Prozent wachsen müssen. Daher der Appell an die Regierung, doch den frischen Wind zuzulassen und die Pläne wieder mehr in den Dienst einer harmonischen Entwicklung des Landes zu stellen.“ Doch auch der Aktionsplan „Pestizide“ wurde von Weber ins Feld geführt, der „eigentlich gar kein Aktionsplan ist.“
Der zuständige Nachhaltigkeitsminister François Bausch gab Weber Recht, dass der MouvEco bezüglich der Bereichspläne die Wachstumsdebatte aufgeworfen habe. „Wir befinden uns zurzeit in einer tiefen ökologischen und sozialen Krise, und um hier herauszukommen, brauchen wir wieder Wachstum, davon bin ich überzeugt“, so Bausch.
Ausbau der erneuerbaren Energiebringt Wachstum
Der Ausbau der erneuerbaren Energie würde unweigerlich einen Betrag dazu leisten, ebenso wie der Ausbau von Zug, Tram, Bus und Car-sharing. Luxemburg sei, mit seinem beschränkten Raum, ohne Plan gewachsen und habe dies mit einem hohen Verlust an Lebensqualität, Artensterben und Zersiedlung bezahlt.
Politischer Mut
Mit politischem Mut habe die aktuelle Regierung „daher die plans sectoriels auf den Instanzenweg gebracht.“ Alle vier Pläne seien aufeinander abgestimmt und „sorgen dafür, dass wir in den nächsten Jahren nachhaltig wachsen“, so Bausch. „Kommt, lasst uns den aktuellen Diskussionsprozess gemeinsam nutzen, um Planungsfehler aus der Vergangenheit zu überwinden und uns endlich die richtigen landesplanerischen Instrumente geben“, so der Appell des Ministers.
Eine Milliarde für die Schiene
Was den schienengebundenen Verkehr angeht, so betonte Bausch, dass die Regierung in den kommenden fünf Jahren rund eine Milliarde Euro investieren werden. Die Strecke Bettemburg (300 Millionen), die Zahnradbahn Haltestelle Pont Rouge (100 Millionen) seinen im Juni gestimmt worden, gerade mal fünf Monate nach der Präsentation im Parlament. Ferner seien Studien in Auftrag gegeben worden, die Auswege aus dem Problem des Tanktourismus aufzeigen sollen.
Auch das umstrittene Freihandelsabkommen Europa / USA wird auf der Messe durch Infostände thematisiert und den Besucher wird die Möglichkeit gegeben, sich hier aktiv einzubringen.
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