LUXEMBURG
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Piratepartei schafft es mit zwei Mandaten in die Abgeordnetenkammer

Eindeutige Wahlüberraschung am gestrigen Sonntag: Die Piraten konnten ihre Resultate durch die Bank mehr als verdoppeln und sind erstmalig in der Abgeordnetenkammer vertreten. Dabei reichte es besonders im Norden nur sehr knapp nicht für einen weiteren Sitz. Ein Plus von über drei Prozent, rein in die Abgeordnetenkammer - und das trotz „verlorener“ Stimmen im Osten und Süden dank des kritisierten Wahlsystems.

Absolutes Traum-Ergebnis für die Piraten demnach? Piratenpartei-Präsident Sven Clement freute sich gestern jedenfalls sehr, gemeinsam mit den anderen Kandidaten seiner Partei: „Wir haben unsere eigenen Erwartungen übertroffen - und zwar überall“, sagte er. „Jetzt haben wir eine klare Mission mit zwei Abgeordneten: Frischen Wind in die ,Chamber‘ bringen.“ Dass es im Osten und Norden „dank des Lotterie-Wahlsystems“ nicht ganz geklappt habe, sei Clement zufolge aber keineswegs Grund zum Verzagen: „Auch die Teams im Osten und Norden können mehr als zufrieden sein - insgesamt überwiegt eindeutig der Stolz auf das, was die Piraten geleistet haben“, meinte Clement gestern.

In die Abgeordnetenkammer schaffte es zudem noch Spitzenkandidat für den Süden und Gemeinderatsmitglied in Petingen, Marc Goergen. Osten-Kandidat Daniel Fréres und Norden-Kandidaten Ben Allard und Jean Colombera hatten dagegen kein Glück. Aber: „Das ist ein Resultat, auf das man bauen kann“, meinte Clement gestern.