LUXEMBURG
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Staatsanleihen in Höhe von zwei Milliarden Euro emittiert

Zum ersten mal in dieser Legislaturperiode hat Luxemburg neue Staatsanleihen in Höhe von zwei Milliarden Euro und für eine Dauer von zehn Jahren aufgelegt. Angesichts der günstigen Bedingungen auf den Finanzmärkten sei diese Entscheidung gefallen, erklärte Finanzminister Pierre Gramegna (DP) am Donnerstag im parlamentarischen Finanz- und Budgetausschuss, der sich bereits am Dienstag mit diesem Thema befasste.

Über die Anleihen sollen Investitionsprojekte der Regierung in Höhe von über acht Milliarden Euro über den Zeitraum 2014 bis 2017 kofinanziert werden. Wie Gramegna präzisierte, sollen drei Viertel der Investitionsvorhaben durch staatliche Mittel und das verbleibende Viertel über die neue Anleihe finanziert werden. Dieses Verhältnis sei Ausdruck „gesunder öffentlicher Finanzen und einer verantwortungsvollen Haushaltspolitik“, erklärte Gramegna in einer Mitteilung des Finanzministeriums.

Die Märkte reagierten der gleichen Mitteilung zufolge „sehr positiv“ auf das Angebot, sodass die „Joint Lead Manager“ für die Staatsanleihe - BCEE, BGL BNP Paribas, BIL, Bank of China, Deutsche Bank und Société Générale CIB - eine Überzeichnung (oversubscription) nach der Ankündigung am Dienstagnachmittag feststellen konnten.

Nachdem sich die Nachfrage bereits am Mittwochmorgen auf 7,25 Milliarden belief, konnte die Operation schnell abgewickelt werden. Gramegna freute sich über den Erfolg der Operation, die es ermöglicht habe, die notwendigen Gelder zur Aufrechterhaltung eines hohen Investitionsniveaus zu erhalten und gleichzeitig auslaufende Darlehen zurückzuzahlen.

Kritische Töne verlauteten aus den Reihen der Opposition. Abgeordnete der CSV warfen Gramegna vor, sich nicht schon im vergangenen Oktober frisches Geld von den Märkten geholt zu haben zu einem Zeitpunkt,als günstigere Zinssätze möglich gewesen wären. Gegenüber dem „Wort“ sagte Fraktionschef Claude Wiseler außerdem, die Regierung betreibe eine „Politik, die durch Schulden refinanziert werden muss.“