LUXEMBURG
SOPHIA SCHÜLKE

Neuer Pâtissiers-Club zaubert raffinierte Desserts

Kokos, Mango und Passionsfrucht in ihren raffiniertesten Formen und Zuständen: Diese exotischen Zutaten standen im Mittelpunkt eines Pâtissiers-Treffens in der Hauptstadt. Konditoren aus Luxemburg und aus Metz hatten sich am Montag im „Hôtel Le Place d’Armes“ zusammengefunden, um das erste Treffen des Club der „Les Sucrés du Lux“ zu begehen. Hier sollen Erfahrungen ausgetauscht und das gemeinsame Handwerk gefördert werden.

Halber Arbeitstag

Beim ersten Treffen stand „L’Exotisme“ auf der Dessertkarte. Zu diesem Thema hatten die Konditoren Lionel Marchand, Yves Jehanne, Youri Neyers, Jonathan Schneider, Benoît Leichtnam und Liberty Ducarne jeweils ein besonders aufwendiges Dessert zubereitet. Die Leckereien leuchteten in fruchtigen Farben, wurden mit Schokoladenblümchen oder Minzblättern kredenzt. Lionel Marchand etwa hatte aus Kokos-Mousse und Mangomarmelade ein Dessert in Hommage an den Cocktail „Piña Colada“ geschaffen. Liberty Ducarne kombinierte ein Dessert aus Erdbeere, Kokos, Nougat und Paranuss.

Die Arbeit an den kunstvollen gestalteten und fruchtig duftenden Leckereien war auch zeitaufwendig. „Zu zweit haben wir einen halben Arbeitstag benötigt“, erklärt Olivier Scheltien, Chef de Partie im „Hôtel Le Place d‘Armes“. Mit Yves Jehanne, dem Chef-Konditor des Hotels, hat er ein Dessert aus Mangogelee, Passionsfruchtcreme und Früchtepulver zubereitet, das auf der Karte des Hotelrestaurants steht.

Daneben aufgetischt ist ein Streuseltörtchen aus frischer Mango mit Mango-Mousse und rotem Pfeffer aus Kambodscha, umhüllt von Chips aus getrockneter Mango. Auch diese Süßspeise kann im Hotelrestaurant bestellt werden. Für das Vergnügen müssen Gäste aber rund 20 Euro ausgeben.

Der neu gegründetet Club der „Les Sucrés du Lux“ will sich nun regelmäßig aller drei Monate treffen und zu einem bestimmten Thema besondere Leckereien anbieten. Yves Jehanne konnte an diesem Montag die Premiere in der Hauptstadt des Großherzogtums organisieren. Später sollen andere Städte oder auch Hotelfachschulen folgen, das nächste Treffen ist für Februar geplant: „Unser Ziel ist es, die besten Pâtissiers der Großregion zusammenzuführen und Rezepte und Können zu teilen“, sagt Jehanne.

Desserts auf Place d’Armes

Zu den Treffen gehören gemeinsames Zubereiten, Präsentieren und Kosten. Was dieses Mal noch mit geladenen Gästen stattfand, könnte bald ein öffentliches Geschmackserlebnis werden. Jehanne kann sich vorstellen, das Ganze einmal auf der Place d‘Armes für 200 Personen zu organisieren.

Die Idee für ihren Club hatten die Konditoren im September, Vorbild ist der französische Club, der vor gut zehn Jahren in Paris gegründet wurde. „Wir hatten alle Lust, das einmal anzugehen“, erklärt Jehanne.