LUXEMBURG
PIERRE WELTER

Wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr hat das Bezirksgericht Luxemburg am Donnerstag zwei Autobahn- Steinewerfer jeweils zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, davon drei Jahre auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hatte acht und zwölf Jahre beantragt.

Die zwei jungen Männer Pasquale R. (27) und Kevin H. (21) hatten im Dezember 2015 Steine und leere Flaschen von einer Fußgängerbrücke auf der Autobahn A1 zwischen dem Kreisverkehr „Irrgäertchen“ und dem Tunnel A6 auf dem Verbindungsstück zur A3 in Richtung Düdelingen geworfen. Die Steine prallten gegen die Windschutzscheiben mehrerer Autos und eines Kleintransporters, die zwar zersprangen, aber nicht zu Bruch gingen, so dass die Insassen unverletzt blieben.

Die Tat als solche hatten die Männer eingeräumt, allerdings bestritten, in Tötungsabsicht gehandelt zu haben. Das unterstrichen auch die Verteidiger: „Sie wollten nicht töten, sie wollten nur Autos beschädigen.“

Bei den Ermittlungen wurden auf den Smartphones der Beschuldigten Videos von entsprechenden Taten gefunden. Die beiden Männer waren in der Vergangenheit bereits mehrmals polizeilich in Erscheinung getreten.

Bei ihren Vernehmungen hatten die beiden Männer angegeben, sie wären beim Steinewerfen“nicht klar im Kopf gewesen.“ Sie hätten den ganzen Tag „Cannabis-Joints“ geraucht.