LUXEMBURG
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Claudia Monti als „Ombudsman“ vereidigt - Am 24. April übernimmt sie offiziell das Amt

Am 21. März war sie mit deutlichem Vorsprung vor den anderen vier Kandidaten vom Parlament gewählt worden - 35 von 49 Stimmen konnte die Anwältin Claudia Monti für die Nachfolge auf Lydie Err als „Ombudsman“ auf sich vereinen. Diesen Dienstag wurde sie von Premierminister Xavier Bettel für ihre neue Funktion vereidigt. „Ihr Leben lang hat Claudia Monti gegen Ungerechtigkeiten gekämpft und sich entschlossen für die Schwächsten und die Ärmsten eingesetzt. Frau Monti ist für diesen Posten prädestiniert“, sagte Bettel bei der Zeremonie.

Am 24. April wird sie nun offiziell die Amtsgeschäfte als neue Bürgerbeauftragte aufnehmen. Die bisherige Amtsinhaberin Lydie Err musste aus Altersgründen den Posten, der eigentlich für acht Jahre vorgesehen ist, vorzeitig abgeben, denn mit 68 Jahren ist Schluss. Nach Err (seit 2011) und Marc Fischbach (2003-2011) ist Claudia Monti die dritte Person, die an der Spitze dieser Institution in Luxemburg steht.

Der Posten des „médiateur“ wurde 2003 per Gesetz geschaffen. Seine Aufgabe ist vor allem die Vermittlung bei Konflikten von Bürgern mit Verwaltungen, er spricht aber auch Empfehlungen aus und überwacht die Einhaltung von Grundrechten in Institutionen wie Haftanstalten.