LUXEMBURG
DAN BEELENER

Mit dem Führerschein der Kategorie A2 können Mopeds und Quads von bis zu 50 ccm gefahren werden ebenso wie Motorräder. Hier gelten allerdings mehrere Bedingungen: Die maximale Leistung des Motorrads darf den Wert von 35 kW nicht übersteigen, das Verhältnis von Leistung zu Leergewicht darf nicht mehr als 0,2 kw/kg betragen und die Leistung darf um nicht mehr als die Hälfte gedrosselt werden. Im Klartext: In der zweijährigen Probezeit dürfen angehende Motorradfahrer nur mit Maschinen mit maximal 70 kW unterwegs sein. Dan Beelener kann insbesondere die letzte Einschränkung nicht nachvollziehen und hat deshalb eine Petition gestartet.

„Diese Petition geht auf eine persönliche Erfahrung zurück. Als ich den Motorradführerschein machen wollte, habe ich mich umgeschaut, was es so an Modellen gibt. Erst als ich zwei Motorräder in der engeren Auswahl hatte, erfuhr ich, dass sie über der zulässigen Leistungsgrenze von 70 kW in der Kategorie A2 lagen. Die Regeln besagen aber unter anderem, dass die Führerscheinkategorie A2 nur das Fahren von Motorrädern erlaubt, ,qui ne sont pas dérivés d’un véhicule développant plus du double de sa puissance‘. Da mit diesem Führerschein nur Motorräder mit einer Leistung von 35 kW gefahren werden dürfen, gibt es also eine Obergrenze von 70 kW.

Dieser Wert erscheint mir willkürlich festgelegt. In keiner anderen Führerscheinkategorie gibt es eine solche Leistungsbeschränkung. Eine wirkliche Antwort, warum es eine solche Einschränkung gibt, habe ich bislang nicht bekommen. Erklärungen, dass der Leistungsunterschied bei einer höheren kW-Zahl zu groß sein könne, erscheinen mir wenig glaubwürdig, auch wenn es Motorräder in der Leistungsklasse von 120 kW geben mag, die sich möglicherweise nicht drosseln lassen. Zudem macht die eigentliche Leistung des Motorrads auch in puncto Verkehrssicherheit oder Fahrverhalten keinen Unterschied, eben weil eine Drosselung der Leistung auf 35 kW vorgeschrieben ist. Dass manche Motorradfahrer die Drosselung ausbauen und sich damit in der Illegalität befinden, darf jedenfalls kein Argument sein.

Durch diese Obergrenze jedenfalls ist eine Privatperson, die den Motorradführerschein macht, gezwungen, sich statt des Wunschmotorrads ein leistungsschwächeres Motorrad zu kaufen und dieses nach der ,Stage‘-Zeit wieder zu verkaufen, was unweigerlich auch zu finanziellen Einbußen führt.“

Die Petition kann noch bis zum 23. April auf der Webseite des Parlaments unter folgendem Link unterzeichnet werden:

tinyurl.com/petitionA2