LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Die UCVL lädt zum „Stroossemaart“ am Samstag und zum verkaufsoffenen Sonntag

Neben der Braderie ist der „Stroossemaart“, auch „Fréi-
joersbraderie“ genannt, das wichtigste Event im Jahreskalender des hauptstädtischen Geschäftsverbandes. Wie die Verantwortlichen des hauptstädtischen Geschäftsverbandes am Dienstag auf einer Pressekonferenz unterstrichen, ist es am kommenden Samstag, dem 4. Mai wieder soweit: Von 8.00 bis 18.00 werden 242 Verkaufsstände in der Oberstadt (160) und in der Avenue de la Gare (82), die an diesem Tag für den Verkehr gesperrt ist, mit attraktiven Angeboten auf die Kunden warten. Am Sonntag, dem 5. Mai geht dann im „Rousegäertchen“ im Bahnhofsviertel der „Floumaart“ über die Bühne. Und an kommenden Sonntag werden die hauptstädtischen Geschäfte (die wollen) ihre Türen für die Besucher öffnen.

Bahnhofsviertel attraktiver gestalten

Wie Yves Piron, Generalsekretär des hauptstädtischen Geschäftsverbandes mitteilte, werden in diesem Jahr 15 verkaufsoffene Sonntage in Luxemburg-Stadt organisiert werden. Diese verkaufsoffenen Sonntage laufen nach Pirons Worten „in der Oberstadt sehr gut, im Bahnhofsviertel aber nicht so gut“. Im Bahnhofsviertel sollen an den verkaufsoffenen Sonntagen so gut wie keine Leute unterwegs sein, wie weiter beklagt wurde. Und genau hier möchte die „Union commerciale“ der Stadt Luxemburg zusammen mit der Gemeindeverwaltung in Zukunft aktiv werden.

Wie Präsident Guill Kaempff bemerkte, lockten die großen Marken, die sich in rezenter Vergangenheit in der Hauptstadt niedergelassen haben, eine internationale Kundschaft nach Luxemburg. Allen Baustellen zum Trotz müsste die Zugänglichkeit der Stadt gewährleistet bleiben.

Dem Tram-Projekt stehe der Geschäftsverband nicht negativ gegenüber, allerdings müsste das Projekt, wenn es dann verwirklicht werden sollte, nun schnell durchgezogen werden und den vom Bau betroffenen Geschäftsleuten müsste man finanziell entgegen kommen.

Die öffentlichen Parkhäuser müssten freundlicher und heller gestaltet werden und der Bettelei in der Straßen der Hauptstadt müsste endlich Einhalt geboten werden, so Kaempff abschließend, der die Einführung des „Stationnement rotatif“ auf dem Stadtgebiet begrüßte.

Hauptstadtbürgermeister Xavier Bettel, der der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag beiwohnte, unterstrich einmal mehr die gute Zusammenarbeit zwischen dem Geschäftsverband und der Stadt Luxemburg. Er machte sich dafür stark, dass auf dem Stadtgebiet eine gesunde Mischung der Geschäfte aus allen Bereichen und für jedes Portemonnaie bestehen bleibe. Luxus-Läden ja, so Bettel, aber nicht ausschließlich.

Erschreckend

In Sachen Tram-Projekt meinte Bettel, es sei nun an der Zeit, endlich „Nägel mit Köpfen zu machen“. In der Stadt , so der Redner, werde es keine zusätzliche Studie über die Tram mehr geben. Wolle man den totalen Verkehrskollaps in der Hauptstadt verhindern, müsse man in dieser Angelegenheit endlich aktiv werden.

Erschreckendes wusste Bettel dann in Sachen Bettlerei zu berichten. Wie die Stadt Luxemburg nun informiert wurde, „bringt die Bettlerei heute mehr als Prostitution“. Den Hauptstadt-Besuchern gab Bettel den Rat, den Bettlern „nichts zu geben“.

Was das „Stationnement rotatif“ betrifft, so meinte der Bürgermeister, man müsste sich nun einig werden, was „gemacht wird“. Sowohl die Geschäftsleute als auch die Gemeindeverantwortlichen wollten die „Stadt lebendiger gestalten“. Erklärtes Ziel sei, „eng Stad an der ëmmer eppes lass ass“.