LUXEMBURG
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CGDIS achtet ganz besonders auf die körperliche Verfassung der Mitarbeiter

Körperliche Anstrengung, Arbeiten unter Stress - das müssen Mitarbeiter im Rettungswesen abkönnen und dafür trainieren sie auch viel. Bei der Feuerwehr müssen die Einsatzkräfte zudem noch mit großer Hitze klarkommen.

Drei Ärzte im „Service de Santé au travail des pompiers“ des CGDIS prüfen mit speziell ausgebildetem Personal die Eignung der Feuerwehrleute für diese Strapazen, schreibt die für das Rettungswesen zuständige Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage des Piraten-Abgeordneten Sven Clement, der mehr über die medizinischen Kontrollen im Rettungswesen wissen wollte.

„Der „Corps grand-ducal d‘incendie et de secours“ hat die gesetzliche Verpflichtung, sich um die Gesundheit aller freiwilligen und hauptamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen zu kümmern“, unterstreicht die LSAP-Politikerin gleich zu Anfang.

Die Bewertungskriterien, die von den Ärzten angewandt werden, sind in Artikel 6 der Bestimmung vom 27. Juni 2018 festgehalten, respektive in der internen CGDIS-Satzung.

Berücksichtigt wird etwa die Arbeit, die ein Mitarbeiter leisten muss. Die Tests haben eine Gültigkeit von zwischen einem und fünf Jahren, so dass eine regelmäßige Wiederholung sicher gestellt ist.

Die Kategorie „S“ wie „Support“

Die angewendeten Kriterien würden sich weder fundamental von jenen unterscheiden, die vor der CGDIS-Reform galten, noch von jenen, die in den Nachbarländern gelten.

Aber es wurden mit der Reform auch neue Eignungskategorien eingeführt. Etwa die Kategorie „S“, in der ein Feuerwehrmitarbeiter eine weniger körperlich anspruchsvolle Arbeit annehmen darf, etwa eine unterstützende Koordinationsfunktion oder psychologische Unterstützung.

Das erlaube es den Betroffenen, auch weiterhin im Dienst der Allgemeinheit zu stehen. Zuvor mussten sie den Feuerwehrdienst verlassen, wenn sie ein Gebrechen hatten.

„Die neuen Bestimmungen des „Médico“ erlauben es heute viel besser, dass jeder besser den gesundheitlichen Anforderungen entspricht, die je nach Arbeit oder Aktivität gefordert sind“, ist Taina Bofferding überzeugt.

„Body Mass Index“ und mehr

Was die Maßstäbe angeht, die bei den Eignungstests angewendet werden, so werden neben dem „Body Mass Index“ - als internationale Referenz für die Beurteilung des Gewichts - auch noch andere Werte untersucht. Übergewicht oder ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen seien Faktoren, die zum Ausschluss führen können.

Um der Ausschlussquote entgegen zu wirken, seien vom CGDIS eine Reihe Maßnahmen kurzfristig umgesetzt worden, schreibt Ministerin Bofferding weiter.

So würde ein Sporttest für freiwillige Feuerwehrleute eingeführt, der CGDIS arbeitet mit professionellen Sport-Coachs, es gibt Sportaktivitäten in den Rettungszentren und die Möglichkeit, sich bei der Ernährung beraten zu lassen.

Aber auch intern werden Feuerwehrleute gezielt zu Sporttrainern ausgebildet.