LUXEMBURG
LIZ MIKOS

Eternal Tango feiert auf dem Food For Your Senses Festival ein überraschendes Comeback

Nach fast sieben Jahren darf sich die luxemburgische Musikszene auf ein Comeback der wohl bislang erfolgreichsten Band des Großherzogtums freuen: Eternal Tango. Jahrelang haben die fünf Jungs aus Düdelingen sämtliche luxemburgischen Bühnen gerockt und haben es sogar ins Ausland geschafft. 2012 dann die große Enttäuschung für alle ET Fans: Eine letzte Single statt eines ganzen Albums und ein Abschiedskonzert; das war’s mit dem ewigen Tango - so schien es zumindest.

Denn der Name scheint doch Programm zu sein; die Jungs sind für die Ewigkeit. Ob dies aber nun tatsächlich ein von Fans lang ersehntes Comeback ist, oder es doch nur bei einem Gastauftritt auf dem diesjährigen Food For Your Senses bleibt, ist bislang nicht klar. Was aber feststeht ist, dass die fünf Jungs aus der „Golden City“ bereit sind am Wochenende Show zu machen. Das Lëtzebuerger Journal hat bei Drummer Pit Romersa nachgehakt, was hinter dem plötzlichen Revival steckt und worauf sich die Festivalgänger an diesem Wochenende freuen dürfen.

Wie kam es zur Entscheidung, Eternal Tango noch einmal neu aufzuziehen, und wer hat hier den ersten Schritt auf alle fünf Bandmitglieder zugemacht? Waren Überzeugungskünste nötig?

Pit Romersa Wir haben in den letzten Jahren schon häufiger Anfragen bekommen, um auf diversen Festivals aufzutreten. Allerdings war es bei der Anfrage der Veranstalter des Food For Your Senses Festivals das erste Mal, dass es für alle Eternal Tango Mitglieder sowohl zeitlich als auch organisatorisch Sinn gemacht hat wieder zusammen aufzutreten. Überzeugungsarbeit hat es hier keine gebraucht. Wir waren uns sofort einig, dass wir das machen wollen. Außerdem ist das Food For Your Senses auch eine Veranstaltung, die ein Teil unserer Vergangenheit ist. Wir haben nicht nur als Musiker, sondern auch als Festivalgänger viele schöne Erinnerungen daran.

Der Name deutet es schon an: ‚eternal‘ / ewig. War es von Anfang an klar, dass ihr keinen endgültigen Schlussstrich ziehen werdet, und ihr einfach nur eine Auszeit gebraucht habt?

Romersa Das Konzert 2012 war für uns nie ein endgültiger Schluss. Bevor wir Eternal Tango waren, waren wir Freunde. In den zehn Jahren als Band sind wir wie eine Art Brüder zusammengewachsen. Diese Bindung hat sich auch trotz individueller Wege niemals aufgelöst. Im Kern bleibt jeder von uns immer ein Tango, ob wir nun musikalisch aktiv sind oder nicht - ein Tango! In dem Sinne ist das ‚Eternal‘ im Bandnamen tatsächlich sehr passend.

Wie bereits erwähnt, seit ihr in den letzten Jahren alle eigene Wege gegangen. Wie war es nach so langer Zeit wieder zusammen zu proben? Musstet ihr euch neu aneinander gewöhnen?

Romersa Es war wirklich eine sehr schöne Erfahrung diesen besonderen Moment wieder mit seinen engsten Freunden zu teilen. Es hat tatsächlich gar keine Gewöhnungszeit gebraucht, um sich wieder einzuspielen, und die Lieder wieder zu beherrschen. Das liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass wir die Lieder über viele Jahre rauf und runter gespielt haben.

Inwiefern hat sich Eternal Tango über die letzten Jahre verändert beziehungsweise entwickelt? Musstet ihr da Sachen neu überdenken, vielleicht eine neue Richtung einschlagen, oder bleibt ihr dem treu, was die Leute bislang von euch kennen?

Romersa Ich denke, dass wir uns alle vor allem menschlich sehr weiterentwickelt haben, da jeder einzelne von uns an unterschiedlichsten Projekten gearbeitet hat. Musikalisch ist Eternal Tango aber an dem Punkt, an dem wir 2012 aufgehört haben. Wir werden jetzt am Wochenende auf dem Food For Your Senses Festival auftreten, und dann wird beschlossen ob das Projekt aktiv weiterverfolgt wird oder auch nicht. Bis jetzt ist noch kein weiteres Event geplant.

Was sind eure persönlichen Erwartungen an das Konzert am Wochenende, und wie wurde die Nachricht des Auftritts aufgenommen? Worauf dürfen sich die Leute freuen?

Romersa Bis dato sind wir sehr positiv überrascht, dass unsere Rückkehr so großes und vor allem positives Feedback erhält. Das alleine ist schon ein riesiger Ansporn für das kommende Konzert. Ich würde sagen, die Leute sollen am besten einfach zum Food For Your Senses kommen und mit uns gemeinsam das tolle Festival genießen.