LUXEMBURGPATRICK VERSALL

Zwei junge Fußballerinnen spielen zurzeit Champions League mit ihrem Klub

Der Double-Gewinner spielt Champions League: Was im Herrenfußball die Regel ist, ist bei den Frauen eine Ausnahme. Junglinster ist erst der zweite Klub aus Luxemburg, der sich mit seiner Damenmannschaft auf das internationale Parkett traut. Bis zum kommenden Sonntag spielt das Team um Kapitänin Carina Alves im niederländischen Oldenzaal das Champions-League-Qualifikations-Turnier. Die erste Begegnung gegen die israelischen Frauen von ASA Tel Aviv verlor das Team am Dienstag mit 1:5. Heute Abend treffen die Luxemburgerinnen auf Twente Enschede aus dem Gastgeberland, am Sonntag spielen die Luxemburgerinnen gegen die Ungarinnen von Ferencváros Budapest.

Gelegenheit

Die Champions League-Teilnahme sei definitiv
das Highlight der Saison, betont Ko-Kapitänin Bianca Schmitz. Speziell für junge Spielerinnen, wie
die sechzehnjährige Lea Folgueira und die achtzehnjährige Kelly Mendes ist das Turnier eine willkommene Gelegenheit, sich international zu präsentieren. Insbesondere die jungen Fußballerinnen hoffen, dass Scouts von großen Vereinen auf sie aufmerksam werden.

Rechtsaußen Folgueira kann sich vorstellen, den Schritt über die Grenze zu wagen und zu einem europäischen Verein zu wechseln: Seit ihrem fünften Lebensjahr kickt sie im Verein, wie die meisten ihrer Mitspielerinnen war sie am Anfang in Jungenteams. Die aktuelle Nationalspielerin wechselte im Alter von 14 Jahren aus Echternach zum Champions-League-Teilnehmer Junglinster, „die Mannschaft hat mich fasziniert“, erklärt die Spielerin. Ihre Mannschaftskollegin Kelly Mendes wechselte vor zwei Jahren aus Schifflingen zum Landesmeister, um auf einem höheren Niveau spielen zu können. Mit neun hat sie angefangen, Fußball zu spielen, „ich habe immer lieber mit einem Ball, als mit Puppen gespielt“, erinnert sich die Mittelfeld- und Nationalspielerin. Das Team trainierte vor dem Turnier einen Monat lang drei Mal in der Woche, dazu kamen noch Testspiele.

Zwischen den Champions League-Spielen stehen für die Luxemburgerinnen Trainings- und Laufeinheiten an. Der Club von Präsident Claude Kremer wurde in die Niederlande von einem Betreuerteam mit unter anderem einem Arzt, einem Physiotherapeut und einem Torwarttrainer begleitet.


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