ECHTERNACH
PATRICK VERSALL

Der 27-jährige Jim Nockels führt seit 2011 mit seinem Bruder einen Laden für Tiernahrung und -zubehör

Als der Hund von Jim Nockels einstigen Bekannten an drei Tumoren erkrankte und starb, fing der damalige Angestellte einer luxemburgischen Firma an, über Tierfutter und seine Herstellung zu recherchieren. „Vieles läuft schief“, erklärt Nockels, während er aus einem Regal Hans-Ulrich Grimms „Katzen würden Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter“ holt. Nockels besorgte sich Literatur wie diese und versuchte, sich einen Überblick über die gesamte Tierfutterproduktion zu machen.

Im Herbst 2011 eröffnete der heute 27-Jährige mit seinem älteren Bruder Tom in Echternach die Tierfutterhandlung „Den Déierebuttek“, in dem die beiden Unternehmer Tierhaltern eine Alternative zu den gängigen Fleischbrocken und Trockenkroketten anbieten, die in den Regalen der Supermärkte und Futterhandlungen liegen. Die Nockels-Brüder verkaufen beispielsweise kein Futter, in dem sich synthetische Antioxidantien finden lassen, die das Futter haltbar und schmackhaft machen. Diese Stoffe sind in der Tat alles andere als gesund für die Vierbeiner; das Hauptanliegen der beiden Händler ist es, Nahrung anzubieten, die keineswegs schädlich für die Tiere ist. „Sie können Futter ohne Probleme haltbar machen, wenn Sie beispielsweise Rosmarin verwenden“, gibt der jüngere der beiden Ladengründer zu verstehen. Dieses Futter muss dann aber schon nach sechs Monaten aufgebraucht werden und hält sich nicht, wie die Produkte der Tiernahrungsmultis, vier oder fünf Jahre. Die allermeisten Tierhalter würden die Dosen sowieso sofort nach dem Kauf an ihre Tiere verfüttern, unterstreicht der jüngere Nockels.

Keine Tierversuche

Die beiden Brüder vertreiben Futter von Produzenten, die nicht mit Tierversuchen arbeiten. Für die Auswahl der Produkte, die sie in ihr Sortiment aufgenommen haben, orientierten sich die beiden Brüder an der Liste der PETA-Vereinigung. Die beiden jungen Unternehmer haben sich ein ganzes Jahr lang auf die Geschäftseröffnung vorbereitet, besuchten Kurse der Luxembourg School for Commerce, kontaktierten die Produzenten. Heute kommen die Kunden zu den Nockels-Brüdern in den Laden oder bestellen von zuhause aus die Artikel übers Internet. Den „Den Déierebuttek“ nahe der deutsch-luxemburgischen Grenze in Echternach möchten die beiden nicht gegen einen Laden inmitten des Stadtzentrums eintauschen. „Hier haben wir Parkplätze vor der Tür, stellen Sie sich vor, ein Kunde müsste ein paar Fünf-Kilo-Futtersäcke durch die Fußgängerzone schleppen“, erklärt Jim Nockels mit einem leichten Grinsen.


www.shop.deierebuttek.lu - Den Déierebuttek;
4, rue Hoovelek; L-6447 Echternach - Tel: 26 72 04 31