ESCH/BELVAL
JEFF KARIER

„Thriller Live“ in der Rockhal ließ den „King of Pop“ wieder auferstehen

Er gehört zu den größten Musikern und Performern aller Zeiten: Michael Jackson. Mit „Thriller Live“ wird dem Ausnahmekünstler gehuldigt. Denn diese präsentiert eine Art „Best of“ seiner Karriere, die gespickt mit Tophits, Ohrwürmern und der ein oder anderen Hymne ist. Am Mittwochabend machte „Thriller Live“ in der Rockhal Station und ließ den King of Pop wieder aufleben.

Los ging es mit einem kleinen Medley, in dem unter anderem „Don’t Stop ’til you get enough“ sowie „Billie Jean“ angespielt wurden. Interessant dabei ist, dass insgesamt fünf Sänger die Songs von Jackson performten. Dabei beeindruckten uns vor allem Tarance Kennedy und Britt Quentin. Letzterer schafft es vor allem, die kleinen Feinheiten und Eigenheiten in der Stimme von Jackson zu treffen.

Auch die Sängerin Letitia Hector überzeugt mit ihrem stimmlichen Volumen. Rory Taylor ist zwar ein sehr guter Sänger, trifft das Timbre, die Klangfarbe, nicht wirklich. Da die Show sich auch Jacksons Zeit als Mitglied der „Jackson 5“ widmet, ist mit Caleb Stewart auch ein noch sehr junger Sänger mit auf der Bühne.

Es sind dann auch die frühen Hits der „Jackson 5“, mit der die musikalische Reise beginnt. Songs wie „I Want you Back“ und „ABC“ waren die ersten Höhepunkte. Kennedy, Quentin und Taylor sangen nicht nur, sie leiteten auch durch die Show und animierten das Publikum auch immer wieder, welches den Aufforderungen auch nachkam. Es folgen Songs wie „Shake your Body“ und „Blame it on the Boogie“, die nach der Zeit der „Jackson 5“ bei Motown entstanden. Bei „Dangerous“ hatte dann Tänzer Kieran Alleyne seinen ersten großen Auftritt. Dieser hat die Tanzbewegungen der King of Pop so verinnerlicht, dass man oft glaubt, dieser stünde auf der Bühne. Mit „Can you feel it“ ging es dann in die Pause.

Ein Hit nach dem anderen

Bis dahin war der Abend bereits wirklich toll. Doch in Akt zwei warteten unter anderem die Songs der Alben „Bad“ sowie „Thriller“. Mitreißend war dann etwa „Smooth Criminal“, bei dem Alleyne erneut glänzen konnte. Aber auch die anderen Tänzer der Show beeindruckten, wie schon den gesamten bisherigen Abend. Ab da folgt ein Hit auf den andern. „Dirty Diana“, „Man in the Mirror“, „They don’t Care About us“ und „Earth Song” sorgten für Gänsehaut.

Das große Finale bestand dann jedoch aus den vier wohl größten Songs von Jackson. Los ging es mit „Billie Jean“, gefolgt von „Thriller“, bei dem besonders die Choreographie für begeisterte Jubelschreie beim Publikum sorgten. „Bad“ und „Black or White“ beendeten den offiziellen Teil der Show und die Menschen klatschten frenetisch Beifall, was mit einer kleinen Zugabe aus „Smooth Criminal“ und „Thriller“ belohnt wurde.

Unterm Strich ist „Thriller Live“ ein großartiges Erlebnis, das Michael Jackson gerecht wird. Eine Show, an der es kaum etwas zu mäkeln gibt und die einem den King of Pop so nah wie nur möglich bringt. Das ist neben den hervorragenden Sängern und den nicht minder guten Tänzern nicht zuletzt auch der Live-Band unter der Leitung von Andy Jeffcoat zu verdanken. Wir waren begeistert.

Wer am Mittwoch nicht dabei sein konnte, der findet unter www.thriller-live.com alle noch anstehenden Termine. Etwa in Stuttgart (08.02.) oder Freiburg (23.02). In München ist die Show rund zwei Wochen lang zu sehen.