ANKARACHRISTIAN BLOCK

Offizieller Empfang des großherzoglichen Paares in Ankara

Am Abend war es der Abschluss eines langen Tages: Ein Galadinner im Çankaya-Präsidentenpalast in Ankara, wo Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa bereits am Mittag vom Präsidenten der Republik Türkei, Abdullah Gül und seiner Frau, Hayrünnisa Gül in Empfang genommen wurden. Nach den militärischen Ehren, den beiden Nationalhymnen und der Abnahme der Truppen hatten sich beide Staatsoberhäupter zum Gespräch in den Präsidentenpalast zurückgezogen.

Ein historischer Anlass

Im Zentrum dieser Gespräche standen die bilateralen Beziehungen zum „historischen Anlass“ der Staatsvisite wie es der Staatspräsident anschließend vor versammelten Journalisten formulierte. Abdullah Gül betonte, dass Luxemburg ein starker Unterstützer des EU-Beitritts der Türkei sei und die erste Staatsvisite in der bis auf das Jahr 1947 zurückgehenden gemeinsamen Geschichte Anlass zur Vertiefung der hervorragenden Beziehungen bietet. Eine besondere Verbindung besteht auch, weil der Auftakt zu den Beitrittsverhandlungen im Jahr 2005 in Luxemburg stattfand. In seiner Rede am Abend sprach Gül deshalb von einer „place à part“, die Luxemburg im Beitrittsprozess einnehme. Zu diesem Zeitpunkt war Abdullah Gül noch Außenminister der Türkei. Großherzog Henri sagte, die etwa 100 Personen umfassende luxemburgische Delegation zeige die Bedeutung, die Luxemburg dem Staatsbesuch einräume. Das Potential, die geschäftlichen Beziehungen zu vertiefen, sei groß, wie das Beispiel des ständig wachsenden Istanbuler Finanzplatz zeige. Die Türkei sei ebenfalls als eine Brücke zwischen Ost und West zu sehen.

Am frühen Nachmittag fand außerdem noch ein Treffen zwischen dem Großherzog und dem türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan statt.

Zuvor hatte das großherzogliche Paar im beeindruckenden Anitkabir-Mausoleum zu Ehren des Begründers und ersten Präsidenten der Republik Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, einen Kranz niedergelegt.