CLAUDE KARGER

Das werden die wenigsten wissen: Ex-Minister, Ex-Bürgermeister, Bestsellerautor und CSV-Abgeordneter Marco Schank war „vor 36 Jahren ein Hausmann der ersten Stunde“ und erhielt erst bei Parlamentseintritt 1999 ein erstes regelmäßiges Gehalt, wie man aus dem „Télécran“ erfährt, der unter dem Titel „Ganze Kerle“ interessante Erfahrungen von Vertretern einer immer noch seltenen Spezies gebündelt hat. „Hinter vorgehaltener Hand gelten diese Männer schnell als Weichei oder Pantoffelheld, doch dies sind Vorurteile von vorgestern“, heißt es. Weder ein Weichei auf dem diplomatischen Parkett noch ein Pantoffelheld ist bekanntermaßen Jean Asselborn, der dem „Télécran“ verriet, wie er so konzentriert bleibt. „Um klare Gedanken fassen zu können, braucht man viel Sauerstoff“ - den Satz hat man des öfteren vom Velo-Fan gehört, der lieber fest im Sattel sitzt statt im Himmelbett zu schlummern. Vor einer Rede oder vor Verhandlungen würde er sich immer ein wenig zurückziehen und habe dann auch keine Zeit mit anderen zu quasseln. Andere entspannen bei Songs von Bob Dylan, der als frisch gekürter Nobelpreisträger die „Revue“-Wochenrückblickerin inspiriert hat. Weshalb sie wohl den Titel „Roll on John“ - Dylans düstere Hommage an John Lennon - für die Budgetgeschichte gewählt hat? Hm.