LUXEMBURG
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Gesundheitsministerin unterstützt Initiative der Spitäler für eine zentrale Struktur

Gesundheitsministerin Paulette Lenert unterstützt die Initiative der vier Klinikgruppen im Land für eine Vereinigung zum Zweck des Aufbaus einer zentralen Struktur, die im Falle von Epidemien wie Covid-19 zum Einsatz kommt. Diese soll auch die nationale Reserve von sanitärem Material für den Fall einer Epidemie managen. Eine Zusammenarbeit mit der Universität und Synergien mit dem Projekt eines Armeehospitals werden von den Initiatoren angepeilt. In ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage des LSAP-Abgeordneten Mars Di Bartolomeo schreibt dessen Parteikollegin, dass nach den Strukturen, die im Notstand aufgebaut werden musste, eine dauerhafte Lösung für ähnliche Situationen zu finden sei. Sie habe die Spitäler in der Tat gebeten, Vorschläge dafür zu machen, so Lenert. Die Präsidenten der Kliniken hätten den Vorschlag des Vereins unterbreitet. Auf jeden Fall sei eine gemeinsame Verwaltung der Ressourcen im Falle einer Epidemie sowohl den Spitälern zuträglich, als auch den spezialisierten Behandlungszentren sowie allen anderen Akteuren, die sich anschließen möchten.

Der letzte Stand der Corona-Zahlen in Luxemburg am Sonntag sieht wie folgt aus: Während die Zahl der Sterbefälle seit Beginn der Pandemie unverändert bei 110 liegt, wurden gestern 15 Neuinfektionen gezählt - das Total der bislang infizierten Personen steigt auf 4.120. Geheilt wurden bereits 3.956 Patienten. Mittlerweile wurden 148.014 Personen auf Covid-19 getestet. Die Zahl der aktiven Infektionen liegt bei 54. Seit Mitte Juni steigt diese Zahl wieder langsam an. Auch der so genannte R-Eff-Wert - er besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einer infizierten Person infiziert werden - ist wieder auf über 1 angestiegen. Je niedriger der Wert ist, desto besser.

15 Personen mit Covid-19 oder dem Verdacht auf eine Infektion wurden gestern in Kliniken betreut. Ein Patient muss laut Gesundheitsministerium intensiv behandelt werden.