LUXEMBURG
PATRICK VERSALL

Zahlreiche Produktionen mit politischen Themen in Neimënster

Die neueste Ausgabe des „De Gudde Grond“ liegt seit ein paar Wochen in den Kultureinrichtungen des Landes aus. Beim Durchblättern der Programmbroschüre des Neimënster -Kulturzentrums ist unübersehbar, dass mittlerweile Direktorin Ainhoa Achutegui dem Programm ihren Stempel aufdrückt und auch die Richtung vorgibt, in die sich das Haus in den kommenden Jahren hinbewegen soll. Die unterschiedlichen Projekte sollen alle Räumlichkeiten der ehemaligen Abtei füllen: Der luxemburgische Künstler Franck Miltgen stellt im Januar kommenden Jahres seine Arbeiten in mehreren Räumen des Zentrums aus.

Anlaufstelle

In der Vergangenheit wurden den einzelnen Ausstellern einzelne Räume zugewiesen - der Kreuzgang oder die Agora - wo sie dann ihre Kunst der Öffentlichkeit zeigen durften. Neimënster wird, neben dem Mudam und dem Casino - zu einer weiteren Anlaufstelle für die Liebhaber zeitgenössischer Kunst, die Achutegui in ihrer Funktion als Leiterin des CAPe bereits gefördert hat. Das von Pascal Piron und Karolina Markiewicz kreierte Philoktet-Projekt bezeichnete Achutegui als „großer Erfolg“.

Politische Themen

Im Mittelpunkt vieler Produktionen, die bis März 2016 in Neimënster auf das Publikum warten, stehen politische Themen. Erfolgreiche Reihen wie der Zuschauermagnet „Humour pour la Paix“ sind noch immer Teil des Neimënster-Programms; im kommenden Februar befasst sich das Festival zum ersten Mal in seiner Geschichte mit feministischen Themen. Wichtig sei nicht nur der Inhalt der Produktionen, sondern auch das künstlerische Niveau, heißt es in Luxemburg-Grund. Ein Highlight in den Augen der Neimënster-Leiterin ist die Fotoausstellung „Sworn Virgins“, in der albanische Frauen porträtiert werden, die auf Druck der Familie als Mann leben, „Transgender wider Willen“, betont Achutegui. Regisseurin Eva Paulin inszeniert im Januar für Neimënster ein Stück mit Clowns der Vereinigung „Île aux Clowns“.


www.neimenster.lu