LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Wichtige und praktische Ratschläge von Europol

Anlässlich des europäischen Datenschutztages am 28. Januar hat die europäische Polizeibehörde Europol eine Reihe von Empfehlungen veröffentlicht, wie der Missbrauch von Webcams unterbunden werden kann.

Mittlerweile verfügen viele elektronische Geräte über Kameras und Mikrofone, die Hacker zweckentfremden können, indem sie spezielle Softwares - so genannte „Spywares“ - in einen Rechner einschleusen, um so zu erfahren, wer den Computer benutzt, über was die Nutzer reden und sogar welche Mails sie schreiben.

Ziel ist, unter anderem wertvolle Informationen aufzuschnappen, die zum Beispiel Hinweise auf Passwörter geben, aber auch Bilder und Stimmen zu „hacken“, die für kriminelle Aktivitäten genutzt werden können. Drei Fragen, drei Antworten zum Thema:

Wie erkennt man, dass der Rechner infiziert ist?

Der Computer wird langsamer, sogar wenn nur gewöhnliche Programme verwendet werden. Manchmal tauchen Fehlermeldungen auf, die es sonst nicht gab. Dass Hacker am Werk sind, erkennt man meist auch, wenn Zugriffe auf Online-Konten getätigt werden, die man unmöglich selbst durchgeführt haben kann.

Wie kann man sich schützen?

Gehen Sie sicher, dass Ihre Sicherheitssoftware und das Betriebsystem Ihres Rechners auf dem neuesten Stand sind. Kontrollieren Sie, ob Ihre „Firewall“ aktiviert ist, falls eine besteht. Laden Sie kein Apps oder Computerprogramme von Quellen herunter, die Sie nicht kennen, oder die Ihnen nicht vertrauenswürdig erscheinen. Klicken Sie auch im Internet nicht einfach auf verdächtige Links und „Pop ups“. Halten Sie Ihren „Web-Browser“ auf dem neuesten Stand und konfigurieren Sie ihn so, dass er Sie warnt, wenn ohne Ihr Zutun ein neues Fenster aufgemacht oder etwas heruntergeladen wird. Klicken Sie im Mailprogramm nicht auf irgendwelche Links, die Ihnen verdächtig erscheinen. Und: Decken Sie die „Webcam“ ab, wenn Sie sie nicht nutzen.

Ich habe eine „Spyware“ auf meinem Computer festgestellt. Was kann ich tun?

Installieren Sie eine Sicherheitssoftware von einem vertrauenswürdigen Hersteller und lassen Sie diese einen umfassenden „Scan“ aller Daten auf Ihrem Rechner ausführen. Ist die Schad-Software entfernt, ändern Sie am besten sämtliche Passwörter. Drucken Sie sich die Grafik tinyurl.com/europolspyware aus und hängen Sie sie in der Nähe Ihres Rechners aus. Es ist immer gut, sich manchmal die elementaren Schutzregeln wieder vor Augen zu führen.


Mehr Informationen zu Prävention und Umgang mit Schad-Software gibt es auch bei www.bee-secure.lu