Langsam wird’s ruhiger und sicherer im zuletzt äußerst hektischen Polit-Verkehr. „Die Geisterfahrer, die die Wahlen nicht verloren haben, werden zum Glück immer weniger“, so das „Wort“ erleichtert. Dass das Gewolter gegen Gambia „out“ ist, belegt eine rezente Umfrage zur Genüge. „Immerhin drei Viertel der Leute gönnen der CSV eine Runde in der Opposition. Sogar die meisten CSV-Sympathisanten scheinen sich nach zwei Monaten endlich in ihr Schicksal ergeben zu haben“, resümiert das „Wort“. Derweil fühlt sich das „tageblatt“ bestätigt: „Die an dieser Stelle oft vertretene These, die CSV sei eine als Volkspartei getarnte Unternehmung machthungriger Konservativer, bewahrheitet sich in diesen Tagen“, so der Chef-Leitartikler. Nun, da sie in der Opposition schmore, „bröckelt die Pappfassade und man erkennt eine Potemkin’sche Partei, errichtet zum Zweck des Machterhalts“. Von Einheit und Einigkeit keine Spur mehr. Den Altpremier wolle man weg haben. Wegen seiner schlechten Rechenkünste? „Er faselt von 80 Prozent übernommenen CSV-Programmpunkten im Koalitionsprogramm der Drei. Wie hat er das gerechnet?“, fragt sich das „t“. Zu Recht. An was die CSV denn gediehen sei, wenn nicht am „systematischen Ideenklau“ bei anderen Parteien? Ergo können die auch dafür sorgen, dass Luxemburg nicht untergeht, nicht wahr?