LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

„CSV - Martine Hansen nimmt Fahrer von großen Autos in Schutz“, fühlte sich gestern ein „T“-Journalist zu untertiteln genötigt. Was war passiert? Nun, die forsche Fraktionsfrontfrau hatte im 100,7-Rundfunk Obergenosse Franz Fayot ordentlich gerügt, weil der SUV als „Dreckschleudern“ bezeichnet hatte. Dabei gebe es eine Menge Profis, die solche geländefähigen Wägelchen bräuchten. „Ech hu mir e SUVche kaaft“, outete sich denn auch die Agrarspezialistin, die ein winterfestes und ein bisserl sicheres Vehikel bevorzugt. Und Allrad kann freilich nicht schaden, um im glitschigen CSV-Krabbenkorb herumzufuhrwerken und den „Lead“ zu behalten, nicht wahr? Großes Kaliber zog auch die „T“-Leitartiklerin auf, die sich zu Recht über die moralinsauren Angriffe auf die Damen aufregt, die bei den Klimamärschen letzte Woche Schilder mit „Fuck me, not the planet“ trugen. Man lasse doch jedem sein Pläsierchen - immer im Einvernehmen versteht sich. „Entscheiden zwei Sexualpartner, sich gegenseitig FB-Kommentare oder Laurent Mosar-Tweets vorzulesen (...) um das Schmerz-Level zu erhöhen, so hat das ebenso seine Berechtigung wie das Verhalten der Blümchen-Sex-, ja sogar der Anti-Kopulations-Fraktion“. Das ist für uns hart an der Grenze. Das mit den Laurent-Mosar-Tweets wohl verstanden.