Glaubt man der „Die Zeit“ von dieser Woche, dann ist Luxemburg das Land, „wo das Geld regiert“. Und um diese These zu untermauern, besuchte das Hamburger Internationalblatt vor kurzem dann sogar extra den Premierchef, der zwar „etwas abgespannt auf seinem Bürostuhl“ saß („der Jetlag“), den Reportern dann aber trotzdem den Tollklingsatz „kleine Räume leiden auch unter ihrer Kleinheit“ in ihre Schreibblocks diktierte - worauf Junckers Sprecher „dem Regierungschef eine dritte Zigarette“ reichte.

Die Journalisten konnten gottlob aber immer noch klar genug denken, um auch andere Politiker zu befragen, und die wussten keck einzuräumen, „Jean-Claude Junckers Innenpolitik (er ist seit 30 Jahren in der Regierung und seit 18 Jahren Regierungschef) habe vor allem darin bestanden, über jeder Interessengruppe Geld auszuschütten, wenn sie danach fragte“.

Geldprobleme hat inzwischen aber auch Frankreich, weshalb François Hollande seit gestern Abend dann auch teure Weine aus dem Weinkeller des Elysée versteigern lässt, um für das Geld günstigere Tropfen anzuschaffen, die zukünftig bei Staatsbanketten kredenzt werden sollen. In so einer barbarischen Welt möchte man definitiv nicht mehr leben...