LUXEMBURG
LJ

Die „Schueberfouer“ und ihre Entstehungsgeschichte

Die große traditionelle Luxemburger Kirmes, die „Schueberfouer“ mit jährlich etwa zwei Millionen Besuchern, steht vor der Tür. Es ist eine der zahlreichen Gelegenheiten, bei der sich Freunde und Familienmitglieder im Sommer treffen und eine der größten Veranstaltungen in der Region überhaupt. Von Ende August bis Anfang September ist sie jedes Jahr eine Attraktion, in der sich die Gegensätze des Landes, seiner Einwohner und der Stadt Luxemburg spiegeln. Abgesehen davon ist sie mit nahezu 200 Kirmesattraktionen und Spielen, 100 Ständen und Restaurants ein riesiger Rummelplatz, auf dem man garantiert Spaß haben kann. Man kann hier regionale Produkte und Gerichte kosten und innovative technische Spielereien ausprobieren. Hier einige allgemeine und geschichtliche Informationen, wie unter anderem bei „Visit Luxembourg“ nachzulesen:

• Die Gründung der „Schueberfouer“ geht auf das Jahr 1340 zurück, als Johann der Blinde, König von Böhmen und Graf von Luxemburg, eine achttägige Marktwoche anlässlich des Bartholomäustags (24. August) ins Leben rief. Damals war es ein Markt von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Mit dieser Entscheidung wollte der Monarch die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Luxemburgs mit seiner idealen Lage an der neuen Straße, die Italien und Flandern miteinander verband, verbessern

• Ab Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Angebot der Händler durch das Angebot von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Pferden erweitert. Damit nahm die strategische und wirtschaftliche Bedeutung dieser Drehscheibe weiter zu

• Der Name „Schueberfouer“ geht auf die „Schuedbuerg“, die Festung auf dem heutigen Heilig-Geist-Plateau zurück, wo der Markt zunächst stattfand. Er wurde später zur „Schadebergermesse“ und „Schobermesse“ (dem aktuellen deutschen Namen) und später dann auf Luxemburgisch zu „Schueberfouer“. Andere historische Quellen erklären, dass der Ursprung des Namens an ein großes Feuer erinnere, das bei Händlern, die auf dem Markt ihre Waren feilboten, einen großen „Schaden“ verursachte

• Dank der industriellen Revolution wurden 1844 erstmals auch Unterhaltungselemente fester Bestandteil der „Fouer“

• Seit 1893 findet die „Schueberfouer“ auf dem Glacis-Feld statt

• Während des Zweiten Weltkriegs kam es zu einer zeitweisen Aussetzung der „Fouer“. Später wurden wieder ausländische Händler und Schausteller zugelassen und schließlich erhielt die Veranstaltung ihre frühere Bedeutung zurück

• Heute ist eine Kirmes ohne Riesenrad und Achterbahn kaum vorstellbar. Doch diese kamen erst im 20. Jahrhundert auf. Das Riesenrad steht seit 1973 immer an der gleichen Stelle

• Der traditionelle Ausverkauf der Stadt Luxemburg, die sogenannte Braderie, wurde 1929 durch die „Schueberfouer“ ins Leben gerufen

• Am „Kirmes“-Tag ziehen Musiker mit Schafen durch die Straßen des Luxemburger Zentrums und spielen anlässlich der Feierlichkeiten zur „Fouer“ den „Hämmelsmarsch“. Der örtliche Schützenverein organisierte früher jedes Jahr einen Schießwettbewerb mit einem Schaf als Hauptgewinn. Zur Eröffnung wird der „Hämmelsmarsch“ bis heute inmitten einer Schafsherde gespielt

• Das Maskottchen der „Fouer“ ist „Lämmy“, ein Schaf in der traditionellen Kleidung der Musiker des „Hämelsmarsch“

• Die traditionelle Spezialität des Jahrmarkts ist der „Fouerfësch“, in Bierhefe gebratener Wittling, der zusammen mit Pommes Frites und einem Glas Bier oder einem trockenen Moselwein serviert wird

Lëtzebuerger Journal

Spaß und Unterhaltung für Groß und Klein | Das Fahrgeschäft „Alpina Bahn“, absolutes „Highlight“ der 679. „Schueberfouer“

Große Ereignisse werfen ihre Schatten bekanntlich lange voraus: So auch die „Schueberfouer“, der größte Rummel Luxemburgs, der ab Freitag, dem 23. August bis 11. September wieder das 4,44 Hektar große Glacisfeld in ein Volksfest für die ganze Familie verwandeln wird. Es ist die 679. Auflage des von Johann dem Blinden, Graf von Luxemburg und König von Böhmen im Jahr 1340 ins Leben gerufenen Jahrmarkts.

Offiziell eröffnet wird die „Fouer“ morgen um 17.00, wenn Stadtbürgermeisterin Lydie Polfer mit dem Durchtrennen des unter dem von Rik van den Kerchove konzipierten Eingangtor gespannten Trikolorebändchens den Rummel für die Besucher freigibt.

Die „Fouer“ verfügt in diesem Jahr über acht Besuchereingänge („E1“ bis „E9“) sowie verbesserte Zugänge für Rettungsdienste und bietet dadurch allen Besuchern mehr Sicherheit. Die Lieferungen - ein wichtiger organisatorischer Aspekt der Schueberfouer - erfolgen wie im vergangenen Jahr nach einem vordefinierten Schema, das eine effizientere Abwicklung gewährleistet.

Die diesjährige „Schueberfouer“ sind: 231 Geschäfte, unter anderem 80 Krämerstände („camelots“), 16 Fahrgeschäfte für Kinder, 13. „Fouer“-Restaurants und 16 Süßwarengeschäfte.

Gleich vorweg ein guter Rat: Um den „Fouer“-Besuch möglichst stressfrei anzugehen, sollte man seinen fahrbaren Untersatz, sprich: sein Auto, am besten gleich zu Hause lassen oder auf einem der Auffangparkings am Rande der Hauptstadt stehenlassen und mit dem öffentlichen Personennahverkehr - Bahn, Bus oder Tram - bequem zur „Fouer“ reisen.

Werbeplakat von Nadia Recken

Im März 2017 hatte die Stadt Luxemburg bekanntlich einen Wettbewerb für ein „Fouer-Plakat“ ausgeschrieben. 52 Entwürfe waren eingereicht worden. Am 19. Mai 2017 wurden die drei besten Arbeiten ausgezeichnet. Das erstplatzierte Plakat aus dem Wettbewerb von Lynn Cosyn stellte das Hauptmotiv für die Werbekampagne für die 677. Schobermesse dar. Den zweiten Preis erhielt Carole Stoltz, mit deren Projekt für die letztjährige „Fouer“ geworben wurde. Mit der drittbesten Arbeit von Nadia Recken wird nun für die diesjährige, 679. „Schueberfouer“ geworben.

Wie Lydie Polfer bei der Vorstellung Anfang Juli unterstrich, spiegelt das Plakat von Nadia Recken alle Elemente wider, „die das hauptstdtädtische Volksfest charakterisieren, mit einer einzigartigen Mischung aus Tradition, Gastronomie und Attraktionen: Karusselle, Riesenrad, Achterbahn, Kinderfahrgeschäfte, Leckereien und sonstige kulinarische Spezialitäten“.

Lëtzebuerger Journal

Werbeplakat von Nadia Recken

Im März 2017 hatte die Stadt Luxemburg bekanntlich einen Wettbewerb für ein „Fouer-Plakat“ ausgeschrieben. 52 Entwürfe waren eingereicht worden. Am 19. Mai 2017 wurden die drei besten Arbeiten ausgezeichnet. Das erstplatzierte Plakat aus dem Wettbewerb von Lynn Cosyn stellte das Hauptmotiv für die Werbekampagne für die 677. Schobermesse dar. Den zweiten Preis erhielt Carole Stoltz, mit deren Projekt für die letztjährige „Fouer“ geworben wurde. Mit der drittbesten Arbeit von Nadia Recken wird nun für die diesjährige, 679. „Schueberfouer“ geworben.

Wie Lydie Polfer bei der Vorstellung Anfang Juli unterstrich, spiegelt das Plakat von Nadia Recken alle Elemente wider, „die das hauptstdtädtische Volksfest charakterisieren, mit einer einzigartigen Mischung aus Tradition, Gastronomie und Attraktionen: Karusselle, Riesenrad, Achterbahn, Kinderfahrgeschäfte, Leckereien und sonstige kulinarische Spezialitäten“.

Sechs große Neuheiten

Die diesjährige „Schueberfouer“ wird mit sechs großen Neuheiten aufwarten:

• Das „Crazy Clown“, ein Fahrgechäft für Kinder mit bunten Clowns und Figuren aus bekannten Animationsfilmen, die sich während der Fahrt vor- und zurückbewegen lassen

• Nur für mutigere Besucher gedacht sind das „Highspeed“-Geschäft „Techno Power“ und das „Transformer“ mit drei kombinierten Rotationsachsen, von dem es europaweit nur zwei Geschäfte gibt

• Das laut Eigenwerbung „einzigartige Fahrgeschäft der Welt“, das 25 Meter hohe „Intoxx“ mit drei Rotationsachsen eignet sich ebenfalls nicht für Leute mit schwachen Nerven

• Das „Aeronaut“ (Baujahr 2019), ein 80 Meter hoher mobiler Höhenkettenflieger im Retro-Look für die ganze Familie, der Anfang August auf der Cranger Kirmes in Herne (D) Premiere feierte

• Und als absolutes Highlight“ das „Alpina Bahn“, das in diesem Jahr nicht auf dem Oktoberfest in München steht, sondern auf der „Fouer“. Bei der „Alpina Bahn“ handelt es sich um „das größte Fahrgeschäft, das je auf der Schueberfouer gastierte“, wie die Stadtverantwortlichen unterstreichen. Es ist die größte mobile Achterbahn der Welt, mit einer Streckenlänge von 1,2 Kilometern, die mit 80 km/h unterwegs ist und Fahrspaß für die ganze Familie - für Kinder ab sechs Jahren zugänglich - verspricht

In diesem Jahr sind auch einige „Rückkehrer“ zu vermelden: das „Shaker’s“, das „Rotor“, das „Chez Vincent“, das „Vélo contradictoire“ und das „Festival“.

Auch aus dem Gastronomie-Bereich werden einige Neuheiten auf dem Rummel präsent sein: „Pas de chi chi“, „Frozen Yogurt by Yomara“, „Corona Corner“ „Confiserie Popcorn“ sowie „Den Hollaenner“ mit einem neuen Konzept.

Maskottchen „Lämmy“ gibt sich die Ehre

Eine weitere Neuheit der diesjährigen „Schueberfouer“ ist die Präsenz von „Lämmy“, dem Rummel-Maskottchen. Am 24., 25. und 31. August sowie am 1., 7. und 8. September, jeweils zwischen 12.00 und 13.00, verteilt „Lämmy“ Lose für das große Gewinnspiel „Lämmy Fouer Spill“, das von der Arbeitsgruppe „Festivités de la Schueberfouer“ der „Fédération Nationale des Commerçants Forains“ (FNCF) organisiert wird und bei dem Reisen in den Europapark Rust zu gewinnen sind. Um zu gewinnen genügt es, an einem der angegebenen Termine bei „Lämmy“ ein Los abzuholen und am Montag, dem 9. September, den im Los enthaltenen Coupon in die Urne in der Nähe des Eingangstors zu werfen. Die Ziehung der Gewinner findet am 9. September um 18.00 beim Eingangsportal statt. Der Gewinner muss bei der Ziehung anwesend sein und das restliche Los vorzeigen können.

Des Weiteren ist „Lämmy“ am 26. und 30. August sowie am 3., 6. und 10. September zwischen 14 .00 und 16.00 mit seinem „Schueberfouer“-Souvenirshop auf dem Messegelände vertreten. Der Erlös kommt einem wohltätigen Zweck zugute. Dies ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, anderen Gutes zu tun und dabei Spaß zu haben. Außerdem gibt es Gelegenheit, Fotos mit „Lämmy“ zu machen.

Das Detail zur diesjährigen „Fouer“ finden Interessierte unter fouer.vdl.lu