LIMPACH/SCHOUWEILER
INGO ZWANK

Nico Hoffmann investiert auf dem Premeterhof/Limpach in Obstmaschinen der Generation 2.0

Startschuss: Die Familie Hoffmann-Gangloff hat als Mitglied der regionalen Obstproduktion R.O.L.T.-EWIV und der „Eist Uebst - Us Uebscht“-Familie erneut in die Zukunft des Luxemburger Obstanbaus investiert. Innerhalb kürzester Bauzeit wurden eine neue Sortier- und Lagertechnik in Limpach auf dem Hof der Familie errichtet. Mit dem neu errichteten Komplex steht eine der modernsten Sortier- und Kühlanlagen von Luxemburg, aber auch der Großregion für die regionale Obstvermarktung zur Verfügung.

416 m³ Lagervolumen

„Durch die Investition der Familie Hoffmann-Gangloff wurde ein Meilenstein für den Ausbau des hiesigen Obstbaus gesetzt“, betont Andreas Löbke von der R.O.L.T., „Regionales Obst aus Luxemburg und Trier“ - und auch Landwirtschaftsminister Fernand Etgen überzeugte sich höchstpersönlich vor Ort -auch von dem Geschmack der Produkte- über die neuen Anlagen.

Nico Hoffmann hat in einen Hallenneubau in der Größe 35,2 auf 18,2 Meter für Kühl- und Lagertechnik investiert, wo vier Kühlzellen (mit einer Größe von jeweils 416 m³ Lagervolumen und einer Stapelhöhe von sieben Metern) integriert sind. Weitere Besonderheit: Neuester Stand der Lagertechnik von Äpfeln in kontrollierter Atmosphäre aus Klima- und Logistikgesichtspunkten, die somit ganz dem Konzept „Vom Baum zur Ladentheke“ entspricht. Von Limpach zum Cactus Belle Etoile sind es knapp 15 Kilometer. Auch eine neue Sortieranlage für eine produktschonende und umweltfreundliche Sortierung der Äpfel. Die Anlage ist ausgestattet mit elektronischer Gewichtsmessung, optischer Größensortierung mit Kamera sowie Farbsortierung mit Kamera. Auch hier gibt eine Besonderheit: Die Äpfel werden schonend im Wasserbad entleert und vollautomatisch nach Qualitäten sortiert. Jeder Apfel wird in seiner Größe, dem Gewicht und seiner Farbe erkannt. Auf Nachfrage wollt Hoffmann die Höhe seiner Investitionen nicht preisgeben: „Das hat sich immer so hingezogen, das weiß ich gar nicht mehr so genau“, sagt der Obstbauer mit einem Schmunzeln.

Marc Hoffmann (Direktion Cactus) berichtete über die gute Zusammenarbeit mit der „Eist Uebst - Us Uebscht“-Familie. Immerhin wurden in diesem Jahr bereits 321.000 Kilo Äpfel, 63.000 Kilo Birnen, 46.800 Kilo Erdbeeren und rund 100.000 Kopfsalate aus der nahen Produktion bei Cactus verkauft.