ETTELBRÜCK/DIEKIRCH
LJ

„Nordstad“: Mehr Zusammenarbeit gefordert

Kaum ein Fusionsprojekt hat seit seiner Konzeption so viel Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, wie die mögliche Zusammenkunft von fünf Gemeinden, welche die „Nordstad“ verwirklichen soll. Dass dies nicht ohne Stolpersteine geschehen würde, war von Beginn an klar, doch in dieser Woche, wo die ersten Bürgerforen beginnen sollen, ergreifen „déi gréng“ in Ettelbrück erneut das Wort. Thema ist, wie in den letzten Monaten immer wieder, die Windkraftanlage, welche von Ettelbrück und Diekirch an der Grenze zu Bürden, Ortschaft der Gemeinde Erpeldingen/Sauer, gebaut werden sollte. Laut der Partei, welche im Gemeinderat Ettelbrück auf der Oppositionsbank sitzt, sei das Vorgehen der beiden großen Gemeinden Ettelbrück und Diekirch alles andere als vorbildhaft. Stattdessen sollte man eine gute Zusammenarbeit fördern, ganz im Sinne der voranschreitenden Fusionsgespräche. „Ee Projet, egal wéi sënnvoll en och ass, ouni Récksiicht op Verloschter stuer ëmzesetzen, huet wäitreechend Konsequenzen“, so die Partei in ihrem Schreiben. Die Windkraftanlage war zahlreichen Bürgern des Ortes ein Dorn im Auge. Auch wenn die Anlage auf dem Territorium der Ettelbrücker Gemeinde gebaut worden wäre, hätten vor allem sie die Konsequenzen dieser Entscheidung zu spüren bekommen. Die Gemeinde brachte daraufhin einen anderen Standort ins Spiel, auch wenn es seitens des Umweltministerium keine Bedenken gab.

„déi gréng“ in Ettelbrück stehen, genau so wie die anderen grünen Parteien der fünf Gemeinden hinter der möglichen Fusion. Deshalb plädiert die Partei dafür, auch in der Energiepolitik besser zusammen zu arbeiten und die Akteure an einen Tisch zu bringen. „Ee gemeinsaamt Energiekonzept, wat mat alle wichtegen Acteuren, also och mat de Leit selwer, ausgeschafft gëtt, géing dobäi och de regionale Gedanken an der Nordstad stäerken“, so die Partei. Was die Bürgerforen anbelangt, bemängeln sie indes, dass sie zunächst nur innerhalb der Gemeinden organisiert werden, anstatt diese größer anzulegen und Gemeindegrenzen hinter sich zu lassen.