STRASSBURG
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Großherzog Henri redet vor dem Europarat in Straßburg zur Flüchtlingskrise

Auf Einladung der liberalen Abgeordneten Anne Brasseur, die noch bis Ende des Jahres die Präsidentschaft der Parlamentarischen Versammlung des Europarats innehat, weilte Großherzog Henri gestern bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren in Straßburg, wo er eine Rede vor der Parlamentarischen Versammlung hielt, aber auch mit dem Präsidenten des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs, dem Luxemburger Dean Spielmann, zusammenkam.

„Das Problem an der Wurzel bekämpfen“

In seiner Rede hat der Großherzog die Regierungen der 47 Europaratsländer angesichts des Ausmaßes der Flüchtlingskrise dazu aufgerufen, „gemeinsame Lösungen zu finden und längerfristig zu handeln, um das Problem an der Wurzel zu bekämpfen“.

Diese Krise sei „ein großer Prüfstein für unsere Fähigkeit, in Europa Solidarität unter Beweis zu stellen und unserem gemeinsamen Erbe treu zu bleiben“, erklärte der Großherzog. „In schwierigen und krisenhaften Zeiten müssen wir zusammenstehen und zeigen, dass das, was uns eint, stärker als das Trennende ist“, fügte er hinzu und forderte zu Offenheit und Hilfsbereitschaft gegenüber den Mitmenschen auf. „Die Angst vor dem Fremden ist der schlimmste Feind.“