LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Wenn es nach dem Start-up Zmoobi geht, trinken sich Mitarbeiter demnächst fit

Bei „Luxhosting Networks“ steht neuerdings ein großer Getränke-Kartonbehälter für die Mitarbeiter bereit. Aus dem Ausguss kommt allerdings kein Viz oder Wein, sondern eine lila-rote Flüssigkeit. Genau genommen ist es Gemüse-Smoothie. Unternehmens-Chef Frederick Schiwek will seinen Mitarbeitern damit eine Alternative zu Kaffee oder süßen Getränken bieten. Deshalb hat er sich für das neue Produkt namens „Zmoobi“ entschieden.

Erfunden hat es Tim Schollbach. Der 28-Jährige BWL-Student aus Trier ist selbst erstens vegan und zweitens unternehmenslustig. Nachdem er Günter Faltins Ratgeber „Kopf schlägt Kapital“ gelesen hatte, war für ihn klar, dass er sein eigenes Unternehmen will.

Die Idee war schnell gefunden: „Bio, nachhaltig und in einer besonderen Verpackung“ war der erste Ansatz. Es folgten eine Reihe von Tests. Ein Jahr lang probierte Schollbach Rezepturen aus. Denn ihm gefielen die bislang auf dem Markt erhältlichen Smoothies nicht: „Die sind viel zu süß.“ Zwar biete der Markt auch ein paar Gemüsevarianten an. „Aber bei 13 Prozent Gemüseanteil ist das eher ein Witz…“, lächelt der Start-up-Gründer.

Mehr als 50 Prozent Gemüse

Bei Zmoobi, betont er, liegt der Anteil an Gemüse bei über 50 Prozent. „Damit ist Zmoobi nicht zu süß und enthält neben Fruchtzucker und Vitaminen auch noch jede Menge Mineralien, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die für eine gesunde und ausgewogene Ernährung von großer Bedeutung sind“, unterstreicht der Jungunternehmer. Tatsächlich sieht er den Gemüse-Smoothie als ein Element der Gesundheitsvorsorge. In diesem Sinne spricht er auch Kunden an. Sie können sich für ein Abo entscheiden.

Schollbach hat noch ein weiteres Argument: „Wenn die Packung geöffnet ist, ist sie zwei Wochen lang ungekühlt haltbar“, unterstreicht er. „Das ist nachhaltig.“ Und nicht nur das: „Pro verkauftem Zmoobi-Karton werden drei Bäume in Entwicklungsländern der ganzen Welt gepflanzt.“

Derzeit läuft eine Crowdfunding-Kampagne, denn Schollbach will nicht nur eine, sondern am liebsten zwei Sorten auf den Markt bringen.

Neben der Variante mit Roter Bete, verschiedenen Beeren und Süßkartoffeln hat er auch eine weitere mit Karotten, Orangen und Ingwer ausgetestet. „Meine Testpersonen waren zur Hälfte für die eine und zur Hälfte für die andere Version“, hält er fest.

Die Kosten liegen laut Schollbach bei 2,50 pro Mitarbeiter und Tag. Die Lieferung vom Biogroßhändler ist garantiert, die Verpackung auch. Derzeit ist Schollbach auf Kundenakquise. Neben gutem Geschmack, gutem Gewissen und guter Gesundheit hat er noch einen Ansatz. Der Zmoobi schmeckt nämlich auch Kleinkindern, wie er in Familien ausgetestet hat. „Auch solchen, die sonst kein Gemüse mögen“, unterstreicht er. Der Markt ist also da. Jetzt müssen nur noch die Kunden und Investoren kommen. Bis Mitte Januar läuft noch die Crowdfunding-Kampagne.


zmoobi.lu - Crowdfunding unter

www.startnext.com/zmoobi