KAYL
GASTON FREYMANN

Acht Architekturpreise für das Restaurant „Pavillon Madeleine“ in Kayl

Wenn es auch an Kritik bei der Idee und der anschließenden Verwirklichung des Restaurant „Pavillon Madeleine“, das im Rahmen der Neugestaltung des „Park Ouerbett“ in Kayl-Tetingen entstand, nicht mangelte, so ist Bürgermeister John Lorent besonders stolz auf das Projekt. Das kann er auch sein, sieht man die insgesamt acht Architekturpreise, mit denen die Eisenkonstruktion sowohl im In- als auch im Ausland seit ihrem Bestehen 2010 ausgezeichnet wurde, die im Rahmen eines Empfangs vorgestellt wurden. Dies sind u. a. eine „Auszeichnung im Rahmen der Verleihung des deutschen Stahlbaupreises 2012“, der „Bauhärepräis OAI 2012“ oder die Nominierung  zum „Luxembourg Green Business Award“. Gleichzeitig unterstrich Lorent, dass die Neugestaltung des „Park Ouerbett“ Teil des Programms der damaligen Gemeindeverantwortlichen bei ihrem Amtsantritt 2005 war. Ziel war es, den „Park Ouerbett“ in einen Ort zum Verweilen umzugestalten, wo man sich zu jeder Jahreszeit wohlfühlt.

Eine gastronomische Begegnungsstätte

Das Restaurant „Pavillon Madeleine“, mit seiner Terrasse, die 40 Sitzplätze bietet, sowie die integrierter Grillstation passen harmonisch in die Parkstruktur und bilden zusammen mit dem neu gestalteten „Park Ouerbett“ die neue grüne Mitte der Gemeinde Kayl-Tetingen. Besonders stolz ist Bürgermeister John Lorent auf die Tatsache, dass man die Sterneköchin und Bocuse d’Or-Gewinnerin Lea Linster für das Projekt begeistern konnte. Somit wurde aus dem „Pavillon Madeleine“ eine gastronomische Begegnungsstätte, wo sich eine Kundschaft aus dem In- und Ausland trifft.

Wie Lea Linster verriet, war es für sie wichtig, hier das Konzept der offenen Küche zu entwickeln. Damit kommt es für den Gastronomieliebhaber nicht nur zum Geschmackserlebnis, sondern auch zu einer beeindruckenden visuellen Einführung in die Zubereitung der Speisen.

Eine harmonische Materialkomposition sowie eine großzügige Raumhöhe im Restaurantbereich bieten dem Besucher eine hohe Aufenthaltsqualität. Die schlicht gehaltenen Wände kontrastieren mit dem in Schwarz-Stahl konstruierten Kamin, dem repräsentativen Weinschrank und der Theke im gleichen Material.

Das energetische Konzept für das Pavillon entspricht den Ansprüchen der modernen Technik. Wie Luc Wagner und Jörg Weber vom Architektenbüro WW+ erklärten, entstanden durch die Verwendung des Materials Corten-Stahl zwar eine höhere Anfangsinvestition. Dieses Material ist aber besonders langlebig und günstig im Unterhalt erweist. Zudem schützt es den Innenbereich vor Vandalismus. Das Material besticht nicht nur durch seine Nachhaltigkeit nicht nur während der Nutzung, es kann darüber hinaus auch vollständig wiederverwertet werden.