Das „Vianden International Music Festival and School“ wird seit mehreren Jahren organisiert. Vor allem Musikstudenten aus den USA und Kanada sowie aus asiatischen Ländern waren in den vergangenen zwei Wochen im Ländchen, um ihr Können an diesem oder jenen Instrument zu verbessern. Einige von ihnen waren schon zum zweiten Mal mit dabei, wie der 25-jährige Coltan Foster (Foto oben links) oder der zwölfjährige Jasper Heymann.
Ein Ausflug nach Trier und in die Hauptstadt
Während des Aufenthalts in Luxemburg haben die Teilnehmer die Option, einen Ausflug nach Trier und in die Hauptstadt zu machen. Den Rest der Zeit verbrachten sie mit Proben oder abends in den Kneipen in Vianden. Colton hat bei seinem diesjährigen Aufenthalt viel über Kanadier gelernt: „Es gibt viel Unterschiede, obwohl Kanada unser Nachbarland ist. Die Kanadier sprechen fast alle Französisch, wir Amerikaner sprechen meist nur eine Sprache. Sarah Wolter hier aus Luxemburg spricht sogar vier Sprachen fließend. Für uns ist das natürlich faszinierend.“
Elisabeth Dallacqua (Foto oben Mitte) fügt an: „Wir sind abends im Café Ancien Cinéma ausgegangen und hatten dabei auch die Gelegenheit, mit den Leuten aus Vianden zu quatschen. Das Englisch der asiatischen Teilnehmer war nicht so gut, aber wir haben über den Weg der Musik miteinander kommuniziert.“ Für Sarah Kenney (Foto oben rechts) war der Austausch mit Menschen aus anderen Ländern nicht prioritär: „Ich war häufig joggen und habe mir die sehr schöne Landschaft angesehen. In meiner Gruppe waren nur Amerikaner, also gab es für mich keinen richtigen kulturellen Austausch. Ich will das aber eventuell im nächsten Jahr in Italien nachholen. Ich finde die Unterschiede im Vergleich mit anderen Kulturen sehr interessant und fand die Leute hier in Vianden sehr nett.“
Für Tomonori Murakami aus dem japanischen Ehime war es die erste große Reise ins Ausland: „Ich fand den Ausflug sehr schön und informativ. In den vergangenen zwei Wochen hatte ich viel Interaktion mit den anderen Studenten.“ Wie schon 2013 war Jasper Heymann, dessen Eltern mit dabei waren, der jüngste Teilnehmer: „Dies spielt bei der Musik keine Rolle. Im letzten Jahr haben wir die Kasematten besucht, das war eine tolle Erfahrung. Diesmal bin ich hier in Vianden mit dem Sessellift gefahren. Während meinen beiden Teilnahmen habe ich die Kommunikation mit Leuten gelernt, die ich nicht kenne.“
Auch zum zweiten Mal dabei war Sarah Wolter als „Operation Manager“. Sie war dafür zuständig, dass die zwei Wochen reibungslos abliefen: „Ab und zu kamen die Teilnehmer mit merkwürdigen Fragen zu mir, sie waren aber immer nett und zeigten sich interessiert. Abends bin ich natürlich auch etwas mit ihnen trinken gegangen.“ Die 20-Jährige beginnt im Herbst ein Studium in Namür und will später als Musiklehrerin arbeiten.





