LUXEMBURG
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Klimapakt: 22 Gemeinden für ihre umweltfreundliche Politik ausgezeichnet

Man sei auf einem guten Weg, was das Erreichen der Klimaschutzziele angeht: Die Klimapolitik der Regierung trägt Früchte. Dies ist der Tenor aus dem Umweltministerium von Carole Dieschbourg als auch aus dem Nachhaltigkeitsministerium von François Bausch, haben doch eine ganze Reihe von Maßnahmen dazu geführt, dass Luxemburg im Bereich Klimaschutz in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erzielen konnte. Zu diesen Maßnahmen zählt auch der Klimapakt, in dem sich aktuell 104 von 105 Gemeinden engagieren. Durch den Klimapakt erhalten der Energieverbrauch und der Klimaschutz eine sehr zentrale Stellung in der Gemeindepolitik. Alle Entschlüsse, ob in der Landes- oder Verkehrsplanung, in der Beschaffungs- oder Versorgungspolitik, werden durch nachhaltigen Kriterien abgewogen. Für 2017 werden dem Zertifizierungsprogramm des Klimapaktes neue Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in den Gemeinden hinzugefügt.

Zertifizierung von 1 bis 3

Am Montagabend hat das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen in Zusammenarbeit mit „myenergy“, der nationalen Struktur zur Förderung einer nachhaltigen Energiewende, 22 Gemeinden zertifizieren können. Staatssekretär Camille Gira hat den seit Juni 2016 erfolgreich begutachteten Gemeinden ihre Auszeichnungen im Trifolion in Echternach überreicht. Unter den 22 neu zertifizierten Gemeinden erreichten fünf Gemeinden die Zertifizierung der Stufe 1, was mindestens 40 Prozent der möglichen Punktzahl entspricht: Bourscheid, Dippach, Reisdorf, Schengen und Strassen. Die Gemeinden Betzdorf, Bartringen, Bissen, Bous, Colmar-Berg, Consdorf, Dalheim, Echternach, Erpeldingen/Sauer, Flaxweiler, Goesdorf, Larochette, Mondorf, Schieren, Steinfort, Waldbillig und Wormeldingen haben hingegen eine Zertifizierung der Stufe 2 erhalten und konnten somit mindestens 50 Prozent der möglichen Punktzahl nachweisen.

HINTERGRUND

Der Klimapakt in Zahlen

• 104 Gemeinden engagieren sich im Rahmen des Klimapakts
• 32 zertifizierte Klimaberater
• insgesamt 85 zertifizierte Gemeinden, davon:
    9 Gemeinden - Zertifizierungsstufe 1 (bis zu 40 %)
    72 Gemeinden - Zertifizierungsstufe 2 (bis zu 50 %)
    4 Gemeinden - Zertifizierungsstufe 3 (bis zu 75 %)

Der Klimapakt ist ein Abkommen in Form eines Gesetzes zwischen dem Staat und den Gemeinden. Ziel dieses Pakts ist es die Gemeinden technisch und finanziell zu unterstützen damit sie ihren Energieverbrauch und ihre Treibhausgasemissionen verringern. Der Klimapakt trat am 1. Januar 2013 in Kraft und läuft Ende 2020 aus. Der Klimapakt baut auf dem Programm European Energy Award (eea) auf, das seit vielen Jahren von etlichen Gemeinden in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien benutzt wird. Mit diesem Programm wird die aktuelle Situation der Gemeinden in punkto Energie und Klima erfasst und auf ihre Stärken und Schwächen untersucht. Ein Aktionsplan mit Verbesserungsmöglichkeiten wird ausgearbeitet, der die Gemeinden zu einer nachhaltigen Energie-, Verkehr-, Klima- und Umweltpolitik führt. Das Hauptinstrument dieses Programms ist der Maßnahmen-Katalog, der 79 Maßnahmen in sechs Kategorien umfasst (Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation, Kommunikation und Kooperation). Die vorgenommenen Energie- und Klimaschutzaktivitäten werden regelmäßig von externen Auditoren überprüft und bewertet. Je nach Grad der Umsetzung wird die Gemeinde eine finanzielle Unterstützung.
http://www.klimapakt.lu