LUXEMBURG
MADY LUTGEN

„The Disliked“ stellen heute ihr neues Album „Hôtel Numéro 25“ in der Kufa vor

Wer kennt die verrückten Jungs von „The Disliked“ nicht? Die Burschen haben schon alle Bühnen in Luxemburg gerockt und sicher die meisten von euch schon einmal zum Tanzen gebracht. In den letzten Jahren war es ruhig um die Bande geworden. Doch nun sind sie wieder da, und wie! Dem „Journal“ erzählen die Musiker, dass ihre Band kurz vor dem Ende stand, sie sich aber dann neu gefunden haben.

Wie kamt ihr auf diesen Namen „Hôtel Numéro 25“? Gibt es eine Geschichte dazu?

The Disliked 2009 begannen wir mit dem Schreiben von neuen Songs. In einer Zeit, wo jeder von uns in einer anderen europäischen Stadt wohnte, zogen wir uns drei Mal im Jahr für eine Woche nach Wiltz zurück, um an neuen Ideen zu basteln. „Hôtel Numéro 25“ ist das Abschlusswerk dieser Phase und erzählt die Geschichten, die uns die letzten fünf Jahre begleitet haben. 2011 fing mit „Act 1: Metamorphosis“ eine turbulente Zeit an, wo nichts sicher schien und keiner von uns wusste, wo das Leben uns hinführen würde. „Act 2: Don’t believe the Hype“ war die Zwischenstufe, wo unsere künstlerische und menschliche Evolution sich weiter gefestigt hat.

Zu der Zeit wusste keiner von uns, ob wir das Album jemals fertigschreiben würden. Als wir im letzten Sommer entschieden haben, ins Studio zu gehen, wussten wir, dass es ein intensives und interessantes Werk werden würde. „Hôtel Numéro 25“ ist der Ort, an dem wir immer wieder zusammen kamen. Der Ort, wohin jeder seine Geschichten mitbrachte und dort erzählen konnte. Genau diesen Ort wollten wir für jeden zugänglich machen. So beschlossen wir das „Hôtel“ bei jedem unserer Konzerte zu eröffnen und unserem Album genau diesen Titel zu geben. Im „Hôtel Numéro 25“ geht es vor allem ums Zusammenkommen, das in einer digitalisierten Welt nicht immer selbstverständlich ist. Jeder ist willkommen und bringt seine eigene Geschichte mit. Der Mensch in all seinen Facetten und Gemütszuständen steht im Mittelpunkt. Er ist komplex und doch so einfach, aber vor allem ist jede Person ein Kunstwerk an sich.

Was können die Fans heute Abend von euch erwarten?

The Disliked Die Kulturfabrik wird sich an diesem Abend in ein „Hôtel“ verwandeln. Am Eingang werden die Gäste von unserem Portier empfangen, durch „Riot Reef“, „Corbi“ und uns durch den Abend geführt und mit der hauseigenen Post können die Gäste Grüße an Freunde und Familie schicken. Vor allem werden wir den Gästen einen Abend bieten, an den sie sich auch noch in zehn Jahren erinnern werden.

Ihr wollt Bildende Kunst mit Musik verbinden, wie geht das?

The Disliked Wir machen jetzt schon seit 12 Jahren zusammen Musik. Unsere Wurzeln stammen aus der Punk-Musik der 90er Jahre. Wir hatten jedoch immer eine größere Vision unserer Musik. Mit ihr können wir das ausdrücken, was uns bewegt, wir können Geschichten erzählen. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern ermöglicht uns, eine viel komplettere Geschichte zu erzählen. Das Visuelle ist ein wichtiger Teil unseres Kollektivs. Die Zusammenarbeit mit Gilles Scaccia, der das Video zu „Le Captain“ gedreht und das Artwork fürs Album-Cover entworfen hat, und mit Carlo Schmitz, der uns mit seinen Zeichnungen begleitet, hat uns über die Jahre gut aussehen lassen. Neben Zoé Thill, die das Nashorn in uns mit ihrer Kunst zum Leben erweckt, ist auch der Fotograf Christian Wüst ein fester Bestandteil des Kollektivs geworden. All diese Kunstwerke sind heute im „Hôtel Numéro 25“ zu bestaunen.

Inwiefern hat sich eure Musik verändert?

The Disliked Die Musik hat sich mit uns als Menschen verändert. Eigentlich hat sich der Grundansatz nie geändert. Wir spielen immer noch Punk, Ska und Reggae Songs bei denen die Leute einen guten Moment haben können und trotzdem klingt alles ganz anders. Ich kann mich noch daran erinnern, als wir 2010 in Wiltz, an dem Ort, wo wir uns regelmäßig zurückziehen, an einem Tisch saßen und wir nicht wussten, welche Musik wir denn machen sollten. Jeder hatte Ideen, doch irgendwie schien nichts mehr zu passen. Nach einem zerstrittenen Tag, saßen Raph und Jean noch bis tief in die Nacht bei einem Bier im Probesaal und spielten den Groove zu „Le Captain“ ein. Am nächsten Tag war uns klar: Das sind wir und das wollen wir machen.

Was plant ihr für die Zukunft?

The Disliked Wir leihen uns in diesem Sommer wieder einen Van und fahren für zwei Wochen nach Südfrankreich, um dort Konzerte zu spielen. Wir waren vor zwei Jahren schon mal dort und haben wunderbare Menschen, wie zum Beispiel „Fredo in Contis“, kennen gelernt. Die möchten wir wieder besuchen und mit ihnen Geschichten austauschen. Wir sind uns bewusst, dass die Zeit die wir miteinander verbringen sehr kostbar ist und wir die Geschichten noch unseren Kindern erzählen werden: Darum setzen wir auch alles dran, dass es gute Geschichten werden.

Was wollt ihr unbedingt noch erreichen?

The disliked Dass die Musik von „Hôtel Numéro 25“ Menschen durch ihren Alltag begleitet, die dann abends mit einem Lächeln im Gesicht ihre Geschichten erzählen. Die Türen sind heute ab 20.00 in der Kufa in Esch-sur-Alzette geöffnet


. www.thedisliked.com