LUXEMBURG
LJ

Lex Delles (DP) befragt die Regierung über die Aschedispersion

In einer parlamentarischen Anfrage an Gesundheitsministerin Lydia Mutsch und Innenminister Dan Kersch (beide LSAP) wollte der DP-Parlamentarier Lex Delles Aufschluss über die Feuerbestattung und die Aschedispersion in Luxemburg. Unter anderem wollte Delles wissen, warum die Familie die Asche des Verstorbenen nicht zuhause aufbewahren kann. In der nun vorliegenden Antwort weist Innenminister Dan Kersch darauf hin, dass laut Gesetz vom 1. August 1972 die Asche in einem Kolumbarium aufbewahrt werden darf. Im großherzoglichen Beschluss vom 21. Juni 1978 wird festgehalten, dass die Asche eines Verstorbenen auch auf einer eigens vorgesehenen Parzelle auf einem Gemeindefriedhof beziehungsweise auf einem von einem Gemeindesyndikat verwalteten Parzelle gestreut werden darf. Auf Wunsch des Verstorbenen kann der Bürgermeister eine Aschedispersion an einem anderen Ort, zu Beispiel unter einem Baum im Garten des Verstorbenen, erlauben. In den vergangenen Jahren wurden die sogenannten Waldfriedhöfe in diesem Zusammenhang zu einer weiteren Alternative, betont der Minister. Allerdings sieht das Gesetz nicht vor, dass die Familie die Asche des Verstorbenen zuhause aufbewahren kann.Damit soll sichergestellt werden, dass sich Familienmitglieder oder Freunde und Bekannte des Verstorbenen jederzeit vor der Urne verneigen können.

Allerdings räumt der Minister ein, dass das Gesetz die Feuerbestattung und die Streuung der Asche betreffend in nächster Zukunft der Entwicklung der Gesellschaft angepasst werden müsste.