LUXEMBURG
GILLES SCHREINER

Künstlerkollektiv der Elektroszene hat große Pläne

Brainstorming. Woran denken Sie, wenn sie das Wort „Mauve“ hören? Klar, an eine Farbe, an Lavendel, eine Aubergine, vielleicht sogar an die wilde Malve, einen futuristischen Roberto Cavalli-Anzug oder den AC Florenz. Fakt ist, dass mauve, genau so wie lila und violett, zu den eher seltenen Abbildern unserer Netzhaut zählt. Doch so selten mauve zu sehen ist, umso mehr kann man in naher Zukunft vielleicht davon hören.

Künstlerkollektiv

Der Grund: Maximillion, Deep Elmo, Kevin Poitiers, Frau Doktor Katz, Mat Ze, La Mola und Gillespi, sieben junge Erwachsene, die sich vereinigt haben, um der House - und Technoszene unter dem Namen „Mauve“ einen neuen Impuls zu geben.

Während die fünf Erstgenannten ihre Fähigkeiten besonders im musikalischen Bereich besitzen, so ist La Mola die Grafikexpertin und Gillespi der Fadenzieher in puncto Organisation. „Jeder hat seine bestimmte Rolle in unserem Allstarteam und trägt sein Stück zum Puzzle bei“, ist sich die „Mauve“-Crew eins. „Doch dabei geht es nicht um Abgrenzung, sondern um Individualität. Wir funktionieren alleine als Künstler als auch zusammen als Kollektiv. Die Diversität unserer Musik ist sogar sehr wichtig, denn so kommen wir zu dem etwas ‚anderen‘ Sound. Wir wollen eine Alternative bieten und die Leute sollen unseren speziellen Stil erkennen.“

Und warum eigentlich der Name „Mauve“? „Wir wollen etwas Warmes, Flexibles und Abstraktes darstellen, da passt der Name ganz gut.“ Wohl wahr.
Elektronische Kultur

Die meisten der „Mauve“-Mitglieder kennen sich schon seit geraumer Zeit und fungierten bereits des öfteren als DJ-Kommilitonen an etlichen Veranstaltungen.

So schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Initiative ergriffen wurde um unter einem geschlossenen Namen eigene Events zu promoten. „Ich sprach Kevin und Elmo an, und beide waren sofort Feuer und Flamme. Auch als wir den anderen von der Idee erzählten, war die Sache schon so gut wie beschlossen“, so Maximillion, der darauf hinweist, dass „Mauve“ kein reines Eventlabel ist. „Natürlich organisieren wir Abende, an denen einige unserer Mitglieder spielen und Guest-DJ’s aus allen Ecken eingeladen werden. Wir wollen elektronische Kultur verbreiten, so viel wie möglich.“ Und was kann sich wohl besser eignen zur Kulturverbreitung, als dass die eigene Kultur selbst produziert wird? „Ja, wir sind dabei, auch Platten zu produzieren“, ertönt es stolz aus den Kehlen unserer Musikkünstler.

Das Erschaffen eigener Beats wird also zur Priorität, ein eigenes Album ist in Planung. Und dabei wollen sich unsere DJ’s auf keinen Fall auf den luxemburgischen Markt beschränken, sondern sie schielen bereits mit einem Auge auf die internationale Bühne. Größenwahnsinn? „Warum? Musik ist doch nicht national. Warum sollen wir uns auf nationalen Boden beschränken, wenn die Musik an sich doch etwas Internationales ist?“.

„Spread the love“

Am 31. Januar diesen Jahres war im Marx in Luxemburg-Hollerich die offizielle Vorstellungsshow unserer Protagonisten, die „Mauve Launchnight“. Ein gelungener Abend, aber die Truppe hat erst angefangen Blut zu lecken, denn schon am 21. März findet der nächste Event („Mauve/Orange“) an gleicher Stelle statt. Wer also neugierig ist und wissen möchte, was „Mauve“ alles so im petto hat, soll sich für diesen Abend freinehmen und mit feieren, getreu dem Motto unserer Künstler „Spread the love“. Am Liebsten natürlich in mauve.


soundcloud.com/mauve_Music