MONDORF
LJ

Erste Quadripartite in der neuen Legislaturperiode

Für Sozialminister Romain Schneider (LSAP) war es eine Routinesitzung, für seinen ParteikollegenEtienne Schneider eine Premiere, nahm letzterer doch zum ersten Mal in seiner neuen Funktion als Gesundheitsminister an einer Sitzung der Quadripartite in Mondorf teil, die sich aus Vertretern von Regierung, Gewerkschaften, Arbeitgebern und Gesundheitsdienstleistern zusammensetzt.

Kräftiger Überschuss

Die unter dem Vorsitz von Romain Schneider zusammenkommende Runde nahm zunächst die Finanzlage der Gesundheitskasse (CNS) unter die Lupe, die gesund ist. So zeichnet sich das Aktivitätsjahr 2018 durch einen Überschuss von 132,5 Millionen Euro aus, nachdem man im November 2018 auf der letzten Quadripartite noch davon ausgegangen war, dass dieser bei 128,7 Millionen liegen würde. Das kumulierte Saldo der CNS ist indes von 737,2 Millionen Euro im Jahre 2017 auf 869,7 Millionen Euro im Jahre 2018 angestiegen. Für 2019 und 2020 wird ebenfalls mit einem Überschuss bei den laufenden Ausgaben gerechnet, für dieses Jahr mit 24,4 Millionen Euro, für nächstes Jahr mit 1,9 Millionen Euro.

Anschließend stellten die beiden Minister ihre jeweiligen politischen Prioritäten für diese Legislaturperiode vor. Bei Romain Schneider sind dies unter anderem die Digitalisierung und die Vereinfachung der administrativen Strukturen, wobei die Versicherten also die Patienten, immer im Mittelpunkt stehen müssten. Diese müssten momentan noch teilweise beachtliche Beträge vorstrecken, ehe sie ihr Geld zurückerstattet bekämen, was sich ändern werde. Etienne Schneider kündigte seinerseits an, dass die Prävention und die Aufklärung für ihn die Hauptprioritäten für die nächsten Jahre darstellen würden. Auch werde die Regierung in den kommenden Jahren massiv in die Modernisierung und den Ausbau der Krankenhäuser investieren. Investiert würde auch in die Ausbildung der Ärzte und in die Forschung im Bereich der Gesundheitstechnologien.