DUBAI/ LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Vereinigte Arabischen Emirate und Luxemburg verstärken ihre Zusammenarbeit während der Wirtschaftsmission

Luxemburg hat mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ein Kooperationsabkommen unterzeichnet, das einen regelmäßigen und quasi-institutionellen Wirtschaftsdialog einführt. Es betrifft auch Bereiche wie Landwirtschaft, Industrie, Wissenschaft, Bildung und Tourismus. Die VAE sind nach Saudi-Arabien die zweitgrößte Volkswirtschaft am Golf. Derzeit besucht eine Wirtschaftsdelegation aus Luxemburg das Land. Zu ihr gehören rund 90 Vertreter hiesiger Unternehmen, die an einem Wirtschaftsseminar teilnahmen, das von der luxemburgischen Handelskammer mit lokalen Partnern in der Industrie- und Handelskammer in Dubai organisiert wurde. Das Ziel dieses Seminars war es, Synergien und neue Geschäftsmöglichkeiten zwischen den beiden Ländern zu suchen. Erbgroßherzog Guillaume, der die Wirtschaftsmission leitet, betonte angesichts seiner zahlreichen Besuche in den letzten Jahren: „Jedes Mal war ich beeindruckt von der Geschwindigkeit des Wachstums und der Entwicklung dieses Landes und dieser Stadt.“ Wirtschaftsminister Etienne Schneider betonte, die Präsenz Luxemburgs auf der Expo 2020 werde die bilateralen Beziehungen weiter stärken.

Ausstellung zur Digitalen Gesundheit

Digitale Gesundheit ist nicht nur in Luxemburg ein Thema. Daher besuchten der Erbgroßherzog und Schneider den luxemburgischen Pavillon auf der ArabHealth-Ausstellung in Dubai, die als eine der wichtigsten Plattformen der Welt zum Thema Gesundheit gilt. Sechs Unternehmen sind auf dem luxemburgischen Stand vertreten: Ai Mediq, BioMind, Ceodeux, ExoAtlet, IMA-X und Scipharm. Dies ist die zweite offizielle Teilnahme Luxemburgs.

Am Rande des Wirtschaftsforums Luxemburg-EU begrüßte Finanzminister Pierre Gramegna die gute Performance der luxemburgischen Fonds in der Region und betonte: „Der luxemburgische Fondsvertrieb in den VAE ist der am schnellsten wachsende in der gesamten MENA-Region.“ Luxemburgische Fonds haben einen Marktanteil von 75 Prozent der in den VAE vertriebenen internationalen Fonds. Gramegna führte auch ein Interview mit Arif Amiri, dem CEO des Dubai International Financial Center (DIFC), dem Finanzzentrum von Dubai. Amiri sprach über die Entwicklungsprioritäten des DIFC für die kommenden Jahre, wobei er sich insbesondere auf die Digitalisierung und die nachhaltige Finanzierung konzentrierte. Beide erörterten Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen den Finanzplätzen. Der Minister traf auch mit Experten für islamische Finanzen zusammen. Dabei ging es um islamischer und nachhaltiger Finanzwirtschaft und darum, wie Luxemburg im Bereich der grünen und nachhaltigen Finanzwirtschaft Know-how einbringen kann.

Carlo Thelen, Generaldirektor der Handelskammer, unterzeichnete ein „Memorandum of Understanding“. Es sieht vor, dass die Handelskammer des Großherzogtums Luxemburg und der Verband der Industrie- und Handelskammern der Vereinigten Arabischen Emirate ihre Zusammenarbeit verstärken.