LUXEMBURG
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Belgien und Luxemburg wollen bei Medikamenten eng zusammenarbeiten

Belgien und das Großherzogtum haben ihre gemeinsame Deklaration „Gäichel IX“ über die Zusammenarbeit beim Zugang zu Medikamenten und Gesundheitsprodukten konkretisiert. Die Ministerinnen Maggie De Block und Lydia Mutsch haben bereits am 17. Januar einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, um künftig in Bereichen wie der Medikamentenüberwachung enger zusammenzuarbeiten.

So soll der Informationsaustausch der belgischen Medikamenten-Agentur („Agence Fédérale des médicaments et produits de santé“, AFMPS) mit der zuständigen luxemburgischen Behörde erleichtert werden. Beide Staaten erhoffen sich davon eine bessere Übersicht über die Medikamente am Markt, einen besseren Einblick über Studien und Auswertungen, eine bessere Auswertungsrate sowie einen regen Wissensaustausch beider Ministerien. Dadurch soll der Service verbessert werden, was sich in einer gesteigerten Lebensqualität der Bürger, die auf Medikamente angewiesen sind, auswirken soll. „Das Ziel ist es, jedem Patienten möglichst rasch das passende, hochwertige Medikament bieten zu können“, sagte Lydia Mutsch.

Know-How und Ausbildung

Dies gelte auch im Bereich der Herstellung von Medikamenten, bei deren Autorisierung und Überwachung künftig ein „Joint Audit Program“ für mehr Transparenz sorgen soll. Diese werden von der Europäischen Kommission vorgesehen und sollen gute Herstellungspraktiken belohnen. „Das soll Luxemburg auch als Pharma-Standort attraktiv machen“, erklärte Gesundheitsministerin Lydia Mutsch. „Die Zusammenarbeit mit der belgischen Behörde erlaubt uns auch eine bessere Inspektions-Qualität.“ Die Konvention sieht ebenfalls gemeinsame Inspektionen beider Länder sowie eine neue Ausbildung auf luxemburgischem Territorium vor. Auch ein besserer Austausch des Wissens im Bereich des „Rapid Alert Systems“ (RAS) wird Teil der neuen Konvention sein.