DEN HAAG
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Eurojust: Groß angelegte Geldwäscheaktion aufgedeckt - 28 Haus- und Firmendurchsuchungen in mehreren EU-Staaten

Ein kriminelles Netzwerk, das an der grenzüberschreitenden Geldwäsche beteiligt ist, wurde von den nationalen Behörden der Niederlande, Belgiens, Spaniens, Sloweniens und Bosnien und Herzegowinas im Rahmen einer Zusammenarbeit von Eurojust und Europol ins Visier genommen. In den Räumlichkeiten von Eurojust in Den Haag wurde ein Koordinationszentrum eingerichtet, um die Aktion in allen fünf beteiligten Ländern zu koordinieren, fallbezogene Informationen vor Ort rasch auszutauschen und wertvolle Beweise zu sammeln.

Kriminelle Vermögenswerte im Wert von mehreren Millionen Euro

Wie jetzt als Ermittlungsergebnis veröffentlicht wurde, kam es zu 28 Haus- und Firmendurchsuchungen, kriminelle Vermögenswerte im Wert von mehreren Millionen Euro, einschließlich Luxusautos, beschlagnahmt, Bankkonten und andere Einnahmen wurden eingefroren.

Die Staatsanwaltschaft Zeeland West-Brabant in den Niederlanden hat im November 2018 ihre Ermittlungen in Bezug auf mögliche Geldwäsche eingeleitet. Der Fall wurde an Eurojust, die Stelle für die justizielle Zusammenarbeit der EU, verwiesen, da mehrere Verbindungen zu anderen Ländern festgestellt wurden. Die Hauptverdächtigen sollen in allen betroffenen Ländern an massiven Geldwäscheaktivitäten durch Immobilieninvestitionen beteiligt sein. Die illegalen Erlöse sollen aus dem ausgedehnten Drogenhandel und dem Schmuggel zwischen Europa und den USA stammen. Eurojust hielt im April 2019 eine Koordinierungssitzung ab, um nach der operativen Sitzung bei Europol Anfang des Jahres gemeinsame operative Strategien zu vereinbaren und über den Verlauf des gemeinsamen Aktionstages zu entscheiden. Die niederländischen Behörden erließen mehrere Europäische Ermittlungsanordnungen gegenüber dem betreffenden Mitgliedstaat und zwei Rechtshilfeersuchen an Bosnien und Herzegowina.