Das „Wort“ wagt bereits eine Prognose zur Polit-Großwetterlage im Herbst, die heiter bis wolkig ausfallen wird und bisweilen schwül-heiß. Achtung, Gewitterrisiko! Schließlich stehen jede Menge brenzliger Dossiers an: Budget 2015, Sonderabgabe für Kindererziehung - was den Autor dazu verleitet, keck von „Steuererhöhungskoalition“ zu schreiben - Vorbereitung der Grundsatzdebatten über Referendumsthemen... „Bisher herrschte dabei stets demonstrative Einigkeit zwischen den Koalitionspartnern vor. Man darf gespannt sein, ob dies auch bei ansteigender politischer und sozialer Temperatur so bleiben wird“. Na, zur Abkühlung stehen ja neuerdings überall Kübel mit Eiswasser rum. Suboptimal wär‘s freilich, wenn einem Minister der Kragen platzen würde, wie neulich Monsieur Montebourg in Frankreich. „J‘espère que toute cette politique d‘austérité menée par la Commission européenne fera partie du passé avec la nouvelle commission“, gibt Vizepremier Schneider dem Genossen recht. Europa müsse Ländern wieder mehr „marge de manoeuvre“ geben. Selbiges brauche auch die Industrie. Ebenso mehr Nachsicht von Öko-Seite: Er teile zwar die Meinung, dass die Industrie nicht egal was zu egal welchen Bedingungen produzieren soll, „mais si les écologistes mettent des freins partout, ça va coincer“. Na zum Glück sind die hiesigen Grünen ja besonnener. Oder?
Gewitterrisiko
journal.lu - 26.08.2014

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