LUXEMBURG
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Wenn landwirtschaftliche Fahrzeuge für Unbehagen auf der Straße sorgen

Herbstzeit ist Erntezeit. Für Auto- und Motorradfahrer bringen landwirtschaftliche Fahrzeuge einige Gefahren mit sich, warnen die nationalen Automobilclubs. Sie hinterlassen oft Schmutz wie Erd- und Lehmklumpen vor allem auf Landstraßen. Aber auch Baustellenein- und -ausfahrten sind hier betroffen.

Hopfenspikes

Wird es nass, kann dadurch ein gefährlicher Schmierfilm auf der Fahrbahn entstehen. Dieses sogenannte Bauernglatteis kann bei Auto- und Motorradfahrer gefährliche Rutschpartien verursachen. Auch die Polizei appelliert immer wieder an die Landwirte, ihrer Absicherungs- und Reinigungspflicht nachzukommen. Denn je höher die Straßenkategorie, desto dringlicher ist auch die Pflicht der Landwirte zur Beseitigung von Verunreinigungen. Somit sei schon unter Umständen eine Säuberung noch während des laufenden Ernteeinsatzes unumgänglich - eben je nach Verschmutzungsgrad - bei Nichtbefolgung kann es auch nach der Straßenverkehrsordnung zu entsprechenden gebührenpflichtigen Verwarnungen von 74 Euro kommen.

In der Grenzregion wie in der Eifel beispielsweise droht zudem Gefahr durch sogenannte Hopfenspikes. Diese gehäckselten Drahtreste entstehen bei der Hopfenernte. Zusammen mit Pflanzenresten als Dünger kommen sie wieder auf die Felder. Fallen sie beim Transport vom Anhänger auf die Straße, können sich die ein bis zwei Zentimeter großen Nadeln in Reifen bohren und gefährliche Unfälle verursachen.

Vorsicht: Überlänge!

Auch von den Fahrzeugen selbst geht Gefahr aus: Nicht immer sind die Fahrzeuge genügend gekennzeichnet und nachts ausreichend beleuchtet. Und die meist längeren und breiteren Landmaschinen und Traktoren mit Anhängern ragen oft in den Gegenverkehr hinein. Das kann beim Ausweichen und Überholen riskant werden, so die Automobilclubs. Bei Überholvorgängen sei deshalb große Vorsicht geboten. Zum Rechtsabbiegen müssen die landwirtschaftlichen Fahrzeuge häufig über die Fahrbahnmitte hinweg ausholen, um die Kurve zu nehmen.