LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Datengetriebene Lösungen aus der Sicht von Menschen bietet die Esplendor Group an

Die Verantwortlichen der Esplendor Group wollen Regierungen, Unternehmen oder Organisationen bei einem menschenzentrierten Wandel mit Hilfe von Technik und Daten unterstützen. Libor Voncina (Chairman) sowie die drei „Executive“-Partner Dirk Neugebauer, Pascal Koster und Ulf Theobald sehen sich da auf globalem Niveau aktiv. Alle bringen schon reichlich Berufserfahrung mit.

Dirk Neugebauer beispielsweise war als Kunstschmied aktiv, bevor er den Weg in die weltweite Werbung und von dort zur Strategie fand. „Wir arbeiten mit datengetriebenen Lösungen, aber aus der Sicht der Menschen“, erklärt er.

Konkret erstellt die Esplendor Group beispielsweise für eine Luxemburger Weingenossenschaft eine smarte Anwendung, die den Einsatz von Pestiziden mit Hilfe von 5G reduzieren soll. Sie berücksichtigt Wettervorhersagen, Pflanzenertrag und biologische Faktoren. „Dadurch steigt die Qualität, der Ausschuss sinkt und die Umwelt profitiert ebenso wie die Kasse“, fasst Neugebauer das Projekt zusammen. Weitere Kunden sitzen auf den Kapverden und wollen eine Energieoptimierung mit Hilfe von „smart data“ in Umfeld von Gebäuden und Infrastruktur durch eine eigene Plattform der Esplendor Group.

„Wir sind keine Berater, sondern verkaufen sichtbare Ergebnisse“, unterstreicht das Gründungsmitglied. Ein solch konkretes Projekt läuft derzeit in Amsterdam. Dort soll ein neuer Service rund ums Stadion etabliert werden. Auf Basis der existierenden 5G-Struktur soll vor allem die Sicherheit berücksichtigt werden. „Jetzt überlegen wir, was Menschen auf ihrem Weg dorthin tun werden und wahrnehmen, von Transportmitteln bis Sicherheit. Diese Daten wollen wir dann über eine stimmgesteuerte Datenbrille Sicherheitskräften zur Verfügung stellen“, sagt er. Man merkt, wie viel Spaß ihm das macht. Hilfreich ist sicher auch, dass die Esplendor Group Mitglied bei „Global Proptech“ ist. „Ansonsten sind wir noch im Findungsprozess“, sagt Neugebauer lächelnd.

www.esplendor.group

Foto: Editpress/Julien Garroy - Lëtzebuerger Journal
Foto: Editpress/Julien Garroy
LifeStyle Coloc wendet sich vor allem an junge Berufstätige

WG auf neuem Niveau

Als Amandine Maroteaux Studentin war, fand sie das Leben in einer WG schön, aber verbesserungswürdig. Wie wäre es mit einer Badewanne? Oder einer zweiten Toilette? Einer vollständig eingerichteten Küche und einer Putzkraft, die einmal die Woche alles in Ordnung bringt? Heute bietet sie das ihren Kunden; in Luxemburg, aber auch in Metz und Nancy. „Wir wollen einen anderen Lebensstil und eine andere Qualität für eine WG“, sagt sie. Ihr Ansatz: Investoren vertrauen ihr Geld an, sie sucht geeignete Wohnungen, passt eventuell den Zuschnitt an und kümmert sich um das Innendesign. „Wir wollen beispielsweise nicht mehr als zwei bis drei Leute in einer Wohnung und nicht mehr als zwei Nutzer für eine Toilette. Dazu sind uns gemeinschaftliche genutzte Räume wichtig“, unterstreicht sie. Rund 50 WGs hat sie schon eingerichtet. „In Frankreich ist das Publikum anders“, weiß die Unternehmerin. Die Mieter kommen von spezialisierten Agenturen. Oft sind es junge Berufstätige, deren Partner oder Partnerin in einem anderen Land arbeitet. Sie zahlen zwischen 950 und 1.200 Euro pro Monat. Darin enthalten sind dann auch Dinge wie der Yogakurs, Wifi und das Neflix-Abo sowie die Putzfrau und frische Wäsche bei Mieterwechsel. „Die Mieter bleiben bis zu drei Jahre und wollen meist eine zentral gelegene Wohnung“, weiß Maroteaux.
Seit dem Start 2012 hat sie sich spezialisiert. Seit 2018 kümmert sie sich nur noch um die Einrichtung von Büros und WGs. Ihr Unternehmen zählt mittlerweile sechs Mitarbeiter. Eines macht ihr besonders Spaß: „Den Mietern geht es besser. Sie sind nicht mehr allein und fühlen sich gut aufgehoben.“

www.lifestylecoloc.com

Polaar Energy reduziert Wasser- und Energieverbrauch

Eisbärenstarke Box

Es war eine persönliche Erfahrung, die Romain Guillaud auf die Idee brachte, Polaar Energy zu gründen. Guillaud war frustriert, weil der Zähler seiner Wohnung höchstens einmal im Jahr abgelesen wurde. „Das ermöglichte gar kein Monitoring oder eine Kostenkontrolle“, bedauert der 33-Jährige, der damals bei Tesla arbeitete. Deshalb gründete er 2018 mit Christophe Antoine das Start-up, um den Energie- und Wasserverbrauch einzuschränken. Antoine bringt 15 Jahre Erfahrung im Sanitärbereich mit. „Das Produkt hilft, Geld zu sparen und umweltbewusster zu leben“, sagt er. Die beiden Gründer haben eine Box entwickelt, die etwa so groß wie eine Vorratsdose für eine Suppenportion ist. „Wenn jetzt jemand beispielsweise einen Wasserschaden hat oder auch nur eine Spülung ständig langsam nachläuft, meldet die Polaar Box das sofort“, erklärt er.
Das Produkt ist für Profis wie Hausverwalter, Schulen, Banken oder Restaurants genau so interessant wie für Hotels. Sie alle zählen schon zu seinen Kunden. Dabei war sicher auch ein Argument, dass Polaar Energy BREEAM- und HQE-zertifiziert ist. „Seit diesem Jahr liefern wir auch an Privatleute und Installateure“, verrät er. Die Box selbst ist autonom und arbeitet mit einer Batterie, die rund zehn Jahre hält. Eine eigene SIM-Karte alarmiert die Eigentümer oder Verwalter. Die Box kostet zwischen 385 und 525 Euro, dazu kommt ein Abo von 144 Euro jährlich für Berichte und Services. „Das spart bis zu 15 Prozent jährlich an Wasser- und Energiekosten“, rechnet Guillaud vor. „Schon ein tropfender Wasserhahn kostet 140 Euro monatlich, ein Wasserschaden durchschnittlich 2.850 Euro.“ Sein größter Kunde hatte einen Wasserschaden von 80.000 Euro - und war schnell überzeugt. Konkurrent gibt es keine, meint Guillaud. „Auf dem Markt sind viele Smartmeter, aber nichts wirklich, was den Wasserverbrauch reduziert.“ In den meisten Unternehmen gebe es nicht mal Zähler für unterschiedliche Abteilungen. Das Geschäft läuft gut und er hat schon die nächste Idee: Solarpaneele und der Heizungsmarkt.

polaarenergy.com