Dass das Wanderparadies definitiv in Luxemburg liegt, bestätigte dieser Tage „Die Zeit“, die extra eine Reporterin in „die kleine Luxemburger Schweiz“ depeschiert hatte: „Einer Feenlandschaft aus Felstürmen und urwüchsiger Natur gleich, ist das Müllerthal eine der beliebtesten und bekanntesten Wanderregionen des Großherzogtums“, schwärmt die Autorin unter dem Titel „Zum großen Glück gehts schrittweise“.
Nur „Clous“ und „Traumschleifen“ allenthalben. Und wie sagte schon Goethe, der 1792 im Gibraltar des Nordens weilte: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen“. Das können wir mit allen zehn Zehen unterschreiben. Und hoffen stark, dass Schritt für Schritt wieder das gewohnte grenzenlose Wandern möglich ist und wir die Großregion in gewohnter Freizügigkeit erkunden dürfen, ohne Risiko, in Quarantäne zu landen oder gar - noch viel schlimmer - nicht mehr bedient zu werden. Hatte der Boss des rheinland-pfälzischen Hotel- und Gaststättenverbands doch dieser Tage gemeint, „dass Luxemburger nur gegen Vorlage eines negativen Corona-Tests hiesige Gastronomie-Betriebe besuchen dürfen“, wie der „Trierische Volksfreund“ berichtet. Nun will er lediglich darauf hingewiesen haben, dass sich Betriebe Sanktionen aussetzen, sollten sie den Bundes- und Landesvorgaben nicht gehorchen. Wird höchste Eisenbahn, dass Deutschland kein Risikogebiet für Luxemburger mehr ist.